Huey Colbinger entfacht Folk-Feuer in der Alten Frieda
Singer-Songwriter verzaubert sein Publikum mit eingängigen Eigenkompositionen
Warendorf. Ein Mann, eine Gitarre und eine Stimme, rau wie Torf und warm wie ein Kaminfeuer. Am Donnerstag wurden zahlreiche Gäste in der urigen Altstadtkneipe „Die Alte Frieda“ Zeugen eines ganz besonderen musikalischen Abends. Huey Colbinger, Singer-Songwriter aus dem Süden Deutschlands – also aus Bayern – gab sich die Ehre und begeisterte das wohlgesonnene Publikum mit emotionalen Eigenkompositionen der Extraklasse.
Seine manchmal melancholischen, ja erdigen Songs mit deutlichem Folkeinschlag passten perfekt in das rustikale Lokal und kamen bei den Zuhörern bestens an. Bekannt für seine lyrischen Erzählungen und tiefgründigen Texte, führte Colbinger sein Publikum durch ein Repertoire, das von verlorenen Lieben und langen Reisen ebenso handelte wie von der Schönheit des Einfachen.
Seine Musik lässt sich als Brücke zwischen traditionellem irischen Folk und amerikanischem Blues beschreiben – gespickt mit feinster Melodieführung. Ein Höhepunkt des Abends war nicht zuletzt seine Hommage an die Hardrockband AC/DC, an ZZ Top und Rio Reiser. Diese magischen Momente schufen ein Gefühl von Verbundenheit, das man nur in einer Location wie der Alten Frieda so hautnah erleben kann.
Bei aller Harmonie und tollen Atmosphäre zeigte sich der Künstler jedoch auch kritisch: Er ehrte Ausnahmepolitiker wie Helmut Schmidt und griff mit Songtexten wie „Wohin sind wir gekommen, wenn der Lügner Wahrheit spricht“ aktuelle Bezüge zur Weltpolitik auf.
Mit seinem Auftritt hat Huey Colbinger nicht nur die Herzen der Warendorfer Musikliebhaber im Sturm erobert, sondern auch gezeigt, dass die Alte Frieda ein echtes Juwel in der lokalen Kulturszene ist. Der Abend wird zweifellos noch lange nachwirken – im besten Sinne. Schon jetzt darf man sich auf den nächsten Auftritt Colbingers im kommenden Jahr freuen, für den der Künstler noch am gleichen Abend seine Zusage gab.













