22. Juli 2021 / Allgemein

Immerhin fällt nicht alles aus

Wir hoffen auf das Schützenfest 2022

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Immerhin fällt nicht alles aus

Wir hoffen auf das Schützenfest 2022

Gerhard Leve, amtierender Präses der Warendorfer Bürgerschützen, sah nicht gerade fröhlich aus, als er das Pressegespräch am Mittwoch eröffnete. „… sind wir leider zur erneuten Absage unseres Bürgerschützenfestes gezwungen“, waren die ersten Worte kurz nach der Begrüßung. Er sprach aus, was alle Interessierten längst wussten, sich aber natürlich anders erhofft hatten. „180 Jahre Bürgerschützenverein Warendorf hätten wir eigentlich sehr gerne gefeiert“, fuhr er fort, zumal wegen des pandemiebedingten Ausfalls im Vorjahr erhofft wurde, das Schützenfest 2021 „noch toller und noch schöner“ zu begehen.

Leve begründete die Absage, mit dem deutlichen Hinweis, dass die Pandemie noch nicht vorüber sei und wies auf die hohe Zahl noch nicht Geimpfter hin. Die Quote der Jüngeren, die sich infizieren, liegt nach seinen Worten bei den 18 bis 35-jährigen bei 80 Prozent. Eine Großveranstaltung sei noch nicht vertretbar, betonte er und wies auf die Verantwortung des Vorstandes hin. Dieser habe sich zwei Tage nach den plötzlichen Lockerungen für NRW sofort getroffen, dabei aber deutlich für die Beibehaltung der Absage entschieden, auch wenn eine Ausrichtung des Festes organisatorisch sicher möglich gewesen wäre.

„Was bleibt?“, fragte der Präses und wies auf darauf hin, dass 2021 zumindest mehr möglich sei, als noch 2020 zum Schützenfestausfall. Treffen innerhalb von Freundeskreisen und Formationen seien möglich und wünschenswert, denn das Eigenleben der Formationen habe den Verein stark geprägt. Am Schützenfestmontag wird es mit dem Totengedenken und der Kranzniederlegung am Ehrenmal eine offizielle Veranstaltung geben, die in diesem Jahr eine noch tiefere Bedeutung hat. Denn man wolle in das Gedenken an die verstorbenen Vereinsmitglieder auch ein Gedenken an die Opfer der Pandemie und die Flutopfer einbeziehen. Traditionell bleibt der Gastredner, ein „namhafter, noch nicht Schützenbruder“ bis zum Schützenfestmontag geheim. 

Die derzeit rund 840 Mitglieder werden in der kommenden Woche über die aktuelle Lage per Brief informiert. Dieser enthält zudem eine Überraschung: Die darin angegebene Nummer gilt als Losnummer für eine Verlosung.
Die Preise:
1x ein Gutschein für 2 Personen über eine Kutschfahrt beim Umzug 2022
15x ein Gutschein über 100 Euro, den der Verein bei den Werbepartnern erwirbt
30x ein Gutschein über 50 Euro zum Verzehr auf dem Bürgerschützenfest 2022.

Die Ziehung erfolgt am 16. August durch die (im dritten Jahr) amtierende Königin Cilly Wiedeler.

Der Ausblick von Präses Gerhard Leve für 2022 klingt optimistisch. Für Ende April ist ein Frühlingsfest „im größeren Umfang“, so seine Worte, geplant. 2022 soll auch eine „populäre Band“ nach Warendorf geholt werden – ein Name wurde noch nicht genannt.

Wie in den Vorjahren hatte Ehrenpräses Hermann-Josef Vinke einen Blick auf die Jubiläumsthrone und die Vereinsgeschichte vorbereitet. Er erinnerte an den Schnadegang der 1991, im Jahr des 150. Jubiläums, eine Tradition wiederaufleben lassen sollte – was nicht gelang. Immerhin konnte dieser Spaziergang entlang einer alten Grenze aber interessantes Wissen aus der gemeinsamen Geschichte von Warendorf und Sassenberg vermitteln. 1994 fand ein weiterer Schnadegang im sogenannten „Dreiländereck“ an den Gemeindegrenzen von Warendorf, Sassenberg und Beelen statt, bei dem feierlich ein vom Bürgerschützenverein restaurierter Schnadestein enthüllt wurde. Vinke regte an, über eine weitere Ausrichtung derartiger Schnadegänge nachzudenken.

Als weiteren Einblick in die Geschichte des Vereins informierte Vinke über die Königskette und ihre Elemente, die (nahezu vollständig) im Souterrain des Hotels „Im Engel“ in Vitrinen ausgestellt sind. Zwei der silbernen Gedenkstücke fehlen allerdings noch immer. Präses Gerhard Leve hofft, dass auch diese sich noch finden werden und nutzte die Gelegenheit zu einem Aufruf: Wer Orden und weiteres aus der Geschichte des Vereins sein eigen nennt und sich davon trennen möchte, möge sich gerne an den Vorstand wenden.

Kurz vor Ende des Pressegesprächs stieß noch der (noch immer) amtierende König Dr. Markus Wiedeler zur kleinen Runde hinzu und gab einen kurzen Einblick in das Gefühl dieser außerordentlichen Amtszeit. Es sei in den voraufgegangenen Monat wichtig gewesen, den Zusammenhalt der Throngesellschaft zu gewährleisten, was hier, wie bei vielen anderen, teils nur online möglich war. „Wir würden uns freuen, wenn‘s wieder losgeht“, so der König.

Und der Präses würde sich, wie vermutlich alle Schützen, freuen, wenn die Stadt anlässlich der (eigentlichen) Schützenfesttage, festlich mit Flaggen etc. geschmückt würde. „Zeigt Flagge für unser Heimat- und Schützenfest“, appelliert er an die Bevölkerung.

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