Gemeinsam für ein Ziel
Inklusives Warendorfer Fußballteam greift auf Schalke an
Warendorf - Ein Ball, zwei Schulen und eine gemeinsame Mission: Teamgeist leben. Während auf dem Sportplatz Pässe gespielt, Tore erzielt und Zweikämpfe geführt werden, entsteht etwas, das weit über den Fußball hinausgeht. Die Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Tellen-Schule und des Gymnasiums Laurentianum bilden auch in diesem Jahr wieder ein gemeinsames Team und bereiten sich auf den 2. Inklusions-Cup auf Schalke vor.
Bevor es am 7. Juli auf das Trainingsgelände des FC Schalke 04 nach Gelsenkirchen geht, stand jetzt eine gemeinsame Trainingseinheit in Warendorf auf dem Programm. Dabei wurde schnell deutlich: Hier geht es nicht nur um Taktik und Tore, sondern vor allem um Vertrauen, Zusammenhalt und gelebte Inklusion.
Die Heinrich-Tellen-Schule, Förderschule für geistige Entwicklung in Trägerschaft des Caritasverbandes im Kreisdekanat Warendorf, bildet gemeinsam mit dem Laurentianum eine inklusive Mannschaft. Ziel des Turniers ist es, Jugendliche von Förder- und Regelschulen zusammenzubringen und ihnen die Möglichkeit zu geben, als gleichberechtigtes Team sportliche und persönliche Erfolge zu erleben.
Mehr als nur Fußball
Schon während des Trainings zeigte sich, wie selbstverständlich die Jugendlichen miteinander umgehen. Ein aufmunterndes Wort nach einer misslungenen Aktion, gegenseitige Unterstützung auf dem Spielfeld oder gemeinsames Lachen nach einem Fehlschuss – aus Einzelspielern wächst Schritt für Schritt eine echte Mannschaft zusammen.
„Sport verbindet Menschen unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen. Zu erleben, wie die Schülerinnen und Schüler als Team zusammenfinden und sich gegenseitig unterstützen, ist beeindruckend. Der Inklusions-Cup bietet dafür eine großartige Bühne“, sagt Tobias Mörth, Schulleiter der Heinrich-Tellen-Schule.
Auch Petra Behrens, stellvertretende Schulleiterin des Gymnasiums Laurentianum, sieht in dem gemeinsamen Projekt weit mehr als einen sportlichen Wettbewerb.
„Für unsere Schülerinnen und Schüler ist dieses gemeinsame Projekt eine wertvolle Erfahrung. Sie erleben dadurch, wie bereichernd Inklusion sein kann. Der gemeinsame Sport bietet dafür ideale Voraussetzungen“, erklärt sie.
Unterstützung aus der Region
Begleitet wurde das Training auch von Vertretern der VIA-Stiftung der Volksbank Warendorf, die das inklusive Fußballprojekt unterstützt.
„Als regional verwurzeltes Unternehmen fördern wir gerne Projekte, die Menschen zusammenbringen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Das Engagement der beiden Schulen zeigt eindrucksvoll, wie Inklusion im Alltag gelebt werden kann“, betont Daniel Hülsmann, Niederlassungsleiter der Volksbank in Warendorf.
Auch Stefan Hölzle von der VIA-Stiftung freut sich auf das bevorstehende Turnier: „Wir freuen uns, dass wir die beiden Schulen im Rahmen des Inklusions-Cups unterstützen können – und drücken der Mannschaft fest die Daumen.“
Ein starkes Zeichen für gelebte Inklusion
Beim Inklusions-Cup treten Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren in gemischten Teams aus Förder- und Regelschulen gegeneinander an. Gespielt wird mit sieben Feldspielern und einem Torwart auf dem Trainingsgelände des FC Schalke 04. Neben den Spielen wartet auf die Mannschaften und ihre Fans ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm.
Für das Warendorfer Team steht dabei jedoch längst fest: Der größte Erfolg beginnt schon vor dem Anpfiff. Denn aus zwei Schulen ist längst eine Mannschaft geworden – getragen von gegenseitigem Respekt, Fairness und echter Freundschaft. Genau diese Werte wollen die Jugendlichen nun auch auf Schalke gemeinsam auf den Platz bringen.













