26. Mai 2021 / Allgemein

Ja, mir san weg‘m Radl da

Runder Tisch Radverkehr übergibt Ideen und Verbesserungsvorschläge

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Bild: Bürgermeister Peter Horstmann (2.v.re) nahm die von Gerd Nergert, Tobias Döhring  und Norbert Breuer überbrachten Unterlagen des „Runder Tisch Radverkehr“ mit großem Interesse entgegen

Ja, mir san weg‘m Radl da

Runder Tisch Radverkehr übergibt Ideen und Verbesserungsvorschläge

Die schwarzen Markierungen seien die, wo es deutliche Mängel gebe, so Peter Nergert vom „Runder Tisch Radverkehr“. Von dieser Gruppierung, die sich im Spätherbst 2020 zusammengefunden und trotz der Beschränkung auf Videokonferenzen auf bislang rund 25 Teilnehmer vergrößert hat, waren heute 5 Vertreter zum Marktplatz gekommen, um dem Bürgermeister eine Karte (https://umap.openstreetmap.de/en/map/runder-tisch-radverkehr-waf_8718) sowie einen erläuternden Text zu übergeben. Der Einfachheit halber erhielt er diese Informationen ebenfalls in digitaler Form auf einem USB-Stick.

Ebenso wie das Wetter beim anberaumten Treffen, das kurzerhand zur Verlegung ins Foyer des Historischen Rathauses zwang, hat es das Dokument in sich. Mit einem Blick lässt sich auf der verdeutlichenden Karte erfassen, dass die angesprochenen schwarzen Markierungen klar überwiegen. Nur auf den beiden Ausschnitten für Milte und Hoetmar fehlt diese Farbe, die vor allem im zentralen Bereich der Stadt die anderen dominiert. Dabei geht es nicht etwa darum, Schlaglöcher oder sonstige Mängel im Straßenbelag aufzuzeigen. Sondern um ein Gesamtkonzept, mit dem Warendorf zu einer wirklich fahrradfreundlichen Kommune werden kann.

Denn die Förderung des Radverkehrs ist aktiver kommunaler Klimaschutz, lebenswerte Städte und Gemeinden sind fahrradfreundlich. In dem Thesenpapier wird unter anderem die Schaffung von Fahrradstraßen vorgeschlagen, die schnell umsetzbar sei. Sinnvoll sei eine solche Straße beispielsweise von der Feidiekstraße bis ins Schulviertel, oder eine vom Freckenhorster Tor bis zum Dreisprung . Komplexere Lösungen, so formuliert es der Runde Tisch Radverkehr, erforderten mehr Zeit, müssten aber ebenfalls angegangen werden. Hierzu zähle, neben anderem, ein gutes Radwegenetz das alle Ortsteile und die Nachbarorte verbinde, die Schaffung von Stellplätzen in der Stadt oder die regelmäßige Absenkung von Bordsteinen. Zum möglichen Radwegenetz gibt es ebenfalls Vorschläge. Benannt wird die Verbesserung bestehender Radwege. Das Papier weist an dieser Stelle auf die Situation an der L547 zwischen Warendorf und Freckenhorst oder das wegen des aufgelegten Schotters unzumutbare Teilstück Walgernweg in Richtung Trauerwaldoase hin.

Zu denen detailreich aufgeführten Mängelpunkten schlägt der Runde Tisch Radverkehr zugleich  eine Vielzahl an organisatorischen Verbesserungen vor. Eine deutliche Aufstockung der Finanzmittel für den Radverkehr sei notwendig, sowie vor allem die Schaffung einer Stelle (beziehungsweise eines zentralen Ansprechpartners) für die Radinfrastruktur bei der Stadt, die/der bei allen Planungen eingebunden wird.

Die Konzepte und Ideen der Initiative finden bei Bürgermeister Peter Horstmann ein offenes Ohr. Horstmann, der selber intensiv das Fahrrad als Verkehrsmittel nutzt, nannte das Thema hochspannend und begrüßte den perfekten Zeitpunkt im Rahmen der aktuellen städtischen Planungen zum Radwegekonzept. Er unterstrich, dass langfristig ein Mobilitätsmanagement in der Verwaltung etabliert werden müsse. Ein solches würde sich sicherlich auch positiv auf die Bewerbung zur Landesgartenschau 2026 auswirken. Zumal, wie André Auer vom Stadtmarketing im Vorgespräch bemerkt hatte „So viele flache Fahrradkilometer wie im Münsterland gibt es sonst wo kaum in der Republik!“

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