Josephs-Hospital als wichtiger Bestandteil der Gesundheitsversorgung
Landtagsabgeordneter Daniel Hagemeier im Austausch mit Bürgermeister Peter Horstmann
Warendorf - Das Josephs-Hospital ist für die Menschen in Stadt und Kreis Warendorf von großer Bedeutung. Diese Auffassung teilen Bürgermeister Peter Horstmann, der heimische Landtagsabgeordnete Daniel Hagemeier sowie die stellvertretende Bürgermeisterin Doris Kaiser und CDU-Ratsfrau Ursula Kindler. Im Rahmen eines Gesprächs in der Warendorfer Stadtverwaltung wurde die aktuelle Situation des Hauses, das sich derzeit in einem vorläufigen Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung befindet, eingehend erörtert.
Medizinische Kompetenz gesichert
Als stellvertretender Vorsitzender des NRW-Gesundheitsausschusses betonte Daniel Hagemeier, dass das Josephs-Hospital medizinisch hervorragend aufgestellt sei. Dies wurde auch in der Krankenhausplanung des Landes bestätigt, welche die bestehenden Spezialisierungen des Hauses weiterhin unterstützt. Dennoch bleibt die finanzielle Lage eine große Herausforderung. Besonders problematisch ist in diesem Zusammenhang eine Verpflichtungserklärung der Stadt aus dem Jahr 1986 zur Zusatzversorgung der Krankenhausmitarbeiter. „Diese Verpflichtung könnte derzeit eine Summe zwischen 70 und 90 Millionen Euro betragen und die finanzielle Leistungsfähigkeit der Stadt deutlich übersteigen“, erläuterte Bürgermeister Horstmann. Die Stadtverwaltung stehe daher in engem Austausch mit dem Josephs-Hospital, der Bezirksregierung Münster, dem Versicherer sowie dem Kreis Warendorf, um eine Lösung zu finden und möglichen Schaden von der Stadt abzuwenden.
Herausforderungen für die Kommunalfinanzen
Neben der finanziellen Lage des Krankenhauses stand auch die angespannte Haushaltslage der Stadt Warendorf im Fokus des Gesprächs. „Wir können die steigenden Mehrausgaben sowie die Erhöhungen von Kreis- und Landschaftsumlage nicht allein durch Einsparungen ausgleichen“, betonte Horstmann. Um die finanzielle Eigenständigkeit der Kommunen zu erhalten und Kosten nachhaltig zu senken, sei es erforderlich, verstärkt auf interkommunale Zusammenarbeit und tiefgreifende Strukturreformen zu setzen. Auch Daniel Hagemeier sieht darin einen vielversprechenden Ansatz zur Stärkung kommunaler Handlungsspielräume. Er verwies zudem auf die verstärkte Unterstützung der Kommunen durch das Land Nordrhein-Westfalen: „Warendorf erhält 2025 über 1,2 Millionen Euro mehr an Schlüsselzuweisungen als im Vorjahr.“
Die Stadt Warendorf und die politischen Akteure setzen sich weiterhin aktiv für eine tragfähige Lösung der finanziellen Herausforderungen des Josephs-Hospitals ein und wollen gleichzeitig die kommunale Handlungsfähigkeit langfristig stärken.













