Kirchenmäuse und ein Moritz auf Abwegen
WaKaGe legt das Narrenzepter schlafen und feiert gemütlichen Abschlussabend
Warendorf - Mit der Begrüßung „Liebe Karnevalsmäuse“ irritierte Bürgermeister Peter Horstmann die Narren der WaKaGe in Warendorfs guter Stube ein wenig. „Ich wollte das einfach mal ausprobieren. Hat nicht ganz so gut geklappt. Aber jetzt schauen wir mal, ob wir vielleicht ein bequemes Plätzchen für den Moritz finden. Ich bin ja erst mal froh, dass er heile zurückgekommen ist. Das war ja nicht jedes Jahr der Fall.“
Während der heißen Zeit des Straßenkarnevals hatte der „Moritz“ viel erlebt. Doch am Dienstagabend hieß es für das Narrenzepter, sein Quartier im Tresor des historischen Rathauses zu beziehen und sich zur Ruhe zu betten. Im Rittersaal kamen „Annemarie“ Ivana Gusatovic, Prinz Matthias I., der Warendorfer Tabler aus dem Elferrat, Bürgermeister Peter Horstmann, WaKaGe-Präsident Hermann-Josef Schulze-Zumloh und sein Vize Volker Brügge zusammen. Ein letzter Blick in die vertrauten Augen von Prinz Matthias I. und das wackere Kerlchen begab sich in seine Sommerresidenz, um sich für die kommende Session mit einem ausgiebigen Schläfchen zu stärken.
„Von der Macht konntest du nicht ganz losgelassen“ wandte sich der WaKaGe-Präsident an den Bürgermeister. „Es wäre auch unlogisch, wenn die nach zwei Tagen schon aus dem Blut wäre.“ Schulze-Zumloh lobte die Session als gelebte Gemeinschaft, bei der jeder mitmachen dürfe. In Matthias I. habe man einen Prinz gefunden, der sein Amt ganz charmant und wirklich toll ausgeübt habe. Der Moritz allerdings würde nicht schlafen, sondern nur ruhen. „Sonst hätten wir ja auch nichts mehr zu erzählen und zu lästern.“
Und dann ließ der Prinz die Bombe platzen: Der Moritz muss wohl auswärts genächtigt haben. Gut informierte Kreise wollen ihn bei Ömpe gesichtet haben. (Ging nicht ebenda mal ein Moritz verlustig?) „Es war ihm glaube ich ein wenig kalt und er freut sich, dass er die nächste Zeit im Warmen ausruhen darf.“
Im Anschluss an das kleinen Programm auf dem historischen Marktplatz, bei dem Hofsängerin Linda Tönnies noch einmal im Fackelschein das Prinzenlied anstimmte, ließ die WaKaGe im Hotel Im Engel die Session beim traditionellen Abschlussabend noch einmal Revue passieren. Die Balletts traten ebenso noch einmal ins Rampenlicht, wie die Kirchenmaus von Kreisdechant Peter Lenfers und Hofsängerin Linda Tönnies. Kleines Schmankerl: Prinz Matthias tanzte gemeinsam mit dem großen WaKaGe Ballett den Gardetanz. An diesem Abend wurden zudem noch Orden an Frank Hülsbusch, Anna Marie Radziejewski, Niklas Steinkamp, Cornelia Lindstedt sowie an Vertreter der Rettungsdienste THW, DRK und Malteser verliehen. Prinzengardist Martell Rügge bekam zum 50. Geburtstag noch einen besonderen Orden von Prinz Matthias I. Persönlich überreicht.













