„Schule statt Fabrik“: Sternsinger setzen starkes Zeichen gegen Kinderarbeit
Kleine Könige mit großer Botschaft im Kreishaus
Warendorf - Festliche Gewänder, leuchtende Sterne und eine starke Botschaft: Vier junge Sternsinger aus der Pfarrgemeinde St. Laurentius haben am Dienstag dem Kreis Warendorf einen besonderen Besuch abgestattet. Mit dem traditionellen Segensspruch „Christus mansionem benedicat“ – Christus segne dieses Haus – brachten sie den Dreikönigssegen ins Kreishaus.
Empfangen wurden Tilda und Luna Linnemann sowie Neo und Marla Menzel von Landrat Dr. Olaf Gericke und Personaldezernentin Petra Schreier vor der Krippe und dem Weihnachtsbaum im Foyer des Kreishauses. Begleitet wurden die Sternsinger von Christiane Zellerröhr. Nach dem feierlichen Segen hinterließen die Kinder mit Kreide den Schriftzug „20*C+M+B+26“ an einer Wand im Foyer – ein Ort, der seit vielen Jahren die Segenswünsche der Sternsinger aus den Vorjahren sammelt.
Rund um den Dreikönigstag am 6. Januar ziehen Sternsinger traditionell von Haus zu Haus, um Spenden für Kinder in Not zu sammeln. Im Mittelpunkt der diesjährigen Aktion Dreikönigssingen steht der Einsatz gegen Kinderarbeit. Unter dem Motto „Schule statt Fabrik“ richtet sich der Blick besonders auf Bangladesch, wo rund 1,8 Millionen Kinderunter ausbeuterischen Arbeitsbedingungen leiden.
Landrat Dr. Olaf Gericke würdigte das Engagement der Kinder und überreichte eine Spende der Kreisverwaltung:
„Ihr geht bei Schnee, kaltem Wind und Glätte in der Ferienzeit von Haus zu Haus, um den Segen zu bringen und Spenden für andere Kinder zu sammeln – das ist ein außergewöhnliches Engagement!“
Auch Petra Schreier fand anerkennende Worte:
„Allen Sternsingerinnen und Sternsingern im Kreis Warendorf wünsche ich viele Türen, die von Herzen geöffnet werden, und eine große Spendenbereitschaft!“
Wie groß die Solidarität ist, zeigen die Zahlen aus dem Vorjahr: 170 Sternsingerinnen und Sternsinger sammelten allein in Warendorf rund 22.000 Euro für Kinderhilfsprojekte. Bundesweit kamen sogar mehr als 48 Millionen Eurozusammen. Damit gilt das Dreikönigssingen als größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder weltweit.













