Klima, Geld und Menschenrechte
urgewald-Doku läuft im Scala Warendorf
Warendorf - Die Umwelt- und Menschenrechtsorganisation „urgewald“ bringt ihre bewegende Geschichte erneut auf die große Leinwand in Warendorf. Gemeinsam mit der VHS Warendorf, dem Haus der Familie und dem Emshof Telgte lädt das Scala Filmtheater am Sonntag, 14. Juni, zur Vorführung des preisgekrönten Dokumentarfilms „Auf den Spuren des Geldes“ ein. Der Film zeigt eindrucksvoll, wie eine kleine Initiative aus Sassenberg seit mehr als 30 Jahren weltweit gegen Umweltzerstörung, Menschenrechtsverletzungen und klimaschädliche Großprojekte kämpft – und dabei immer wieder mächtige Finanzströme ins Visier nimmt.
Die Organisation „urgewald“ wurde 1992 in Sassenberg gegründet und zählt heute international zu den bekanntesten Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen Deutschlands. Im Mittelpunkt des Films steht die Frage, welche Rolle Geld und Investitionen bei der Zerstörung von Natur und Lebensräumen spielen – und wie engagierte Menschen diese Mechanismen sichtbar machen können. „Wenn Natur zerstört, Klimaziele missachtet und Menschenrechte verletzt werden, steckt dahinter meist viel Geld“, erklärt Olga Egli von urgewald.
Dass die Dokumentation inzwischen bundesweit in Kinos gezeigt wird, kam selbst für die Organisation überraschend. Nach der Uraufführung im Scala Filmtheater im Dezember 2023 lief der Film bereits an über 100 Orten in Deutschland und wurde von mehr als 5.000 Menschen gesehen. Beim renommierten Fünf-Seen-Filmfestival erhielt „Auf den Spuren des Geldes“ zudem den Horizonte-Filmpreis – eine Auszeichnung für Filme, die sich besonders für Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und ein nachhaltiges Zusammenleben von Mensch und Natur einsetzen.
Auch in Warendorf soll die Filmvorführung mehr sein als nur ein Kinobesuch. Im Anschluss an den Film stehen Olga Egli und Judith Hentschel vom urgewald-Team gemeinsam mit den Besuchern für Gespräche und Diskussionen bereit. Veranstaltungsbeginn ist um 11 Uhr im großen Saal des Scala Filmtheaters. Dank der Zusammenarbeit der beteiligten Partner konnte der Eintrittspreis mit zehn Euro bewusst moderat gehalten werden.
Die Veranstaltung versteht sich zugleich als Einstimmung auf das „ZukunftsFest“, das am 27. Juni rund um die Marienkirche stattfinden wird. Dr. Mareike Beer von der VHS Warendorf und Stefanie Pfennig vom Haus der Familie betonen, dass gerade in Zeiten von Klimawandel, Ressourcenknappheit und gesellschaftlichen Spannungen lösungsorientierte Ansätze wichtiger denn je seien. Krisen sollten nicht verdrängt, sondern gemeinsam reflektiert und aktiv angegangen werden.
Scala-Chef Johannes Austermann freut sich ebenfalls auf die erneute Vorführung des Films in Warendorf. Die Geschichte von urgewald zeige eindrucksvoll, dass auch kleine Gruppen mit Mut, Beharrlichkeit und Überzeugungskraft große Veränderungen anstoßen können.
Tickets für die Filmvorführung können online über das Scala Filmtheater Warendorf gebucht werden. Weitere Informationen und den Trailer zum Film gibt es außerdem bei urgewald.













