Vier konkrete Projekte sollen jetzt umgesetzt werden
KlimaTisch bringt Klimaschutz ins Rollen
Kreis Warendorf. Aus Ideen werden jetzt konkrete Maßnahmen: Der KlimaTisch des Kreises Warendorf geht den nächsten Schritt und bringt vier Klimaschutzprojekte auf den Weg. Darauf verständigten sich die Bündnispartner bei ihrer jüngsten Sitzung im Juni. Im Mittelpunkt stehen eine Bürgersolarberatung, ein Netzwerk für betriebliches Mobilitätsmanagement, das Beratungsprogramm KLIMA.PROFIT sowie die Teilnahme an einem Entsiegelungswettbewerb.
Für Umweltdezernent Michael Ottmann markiert dieser Beschluss einen wichtigen Meilenstein. „Nachdem das Gremium im vergangenen Jahr gegründet wurde und eine strategische Basis erarbeitet hat, können wir nun mit der gemeinsamen Umsetzung konkreter Projekte ins Machen kommen“, erklärt Ottmann. Durch die enge Zusammenarbeit von Kreisverwaltung, Städten und Gemeinden, Stadtwerken, Handwerk, Wirtschaftsförderung, Naturschutz, Landwirtschaft und Abfallwirtschaft könnten zahlreiche Akteure gemeinsam an einem Strang ziehen und den Klimaschutz im Kreis nachhaltig voranbringen.
Ein Schwerpunkt ist die geplante Bürgersolarberatung. Geschulte ehrenamtliche Beraterinnen und Berater sollen Hauseigentümer künftig direkt in ihren Kommunen kostenlos über die Möglichkeiten von Photovoltaikanlagen informieren. Dabei geht es unter anderem um technische Voraussetzungen, Wirtschaftlichkeit, Eigenverbrauch, Batteriespeicher sowie den Ablauf einer Installation. Ziel ist es, Unsicherheiten abzubauen und mehr Menschen für die Nutzung von Solarenergie auf dem eigenen Dach zu gewinnen.
Ein weiteres Projekt beschäftigt sich mit der nachhaltigen Mobilität in Unternehmen. Gemeinsam mit Betrieben und kommunalen Wirtschaftsförderungen sollen individuelle Mobilitätskonzepte entwickelt werden. Analysiert werden unter anderem Arbeitswege, Dienstreisen und Fuhrparks. Auf dieser Grundlage können Maßnahmen wie die Förderung des Radverkehrs, Fahrgemeinschaften, die stärkere Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs oder der Ausbau von Ladeinfrastruktur umgesetzt werden.
Mehr Grün statt Asphalt lautet das Motto beim geplanten Entsiegelungswettbewerb. Städte und Gemeinden sollen nach Möglichkeiten suchen, versiegelte Flächen zurückzubauen und stattdessen begrünte oder wasserdurchlässige Bereiche zu schaffen. Ergänzend sind Beratungsangebote oder Aktionen wie ein Vorgartenwettbewerb denkbar, um Bürgerinnen und Bürger zusätzlich für das Thema zu sensibilisieren.
Mit KLIMA.PROFIT richtet sich ein weiteres Vorhaben gezielt an Unternehmen. Gemeinsam mit Fachberatern sollen Betriebe untersuchen, wie sich ihre Standorte besser gegen die Folgen des Klimawandels wie Hitzeperioden, Starkregen oder Hochwasser wappnen können. Anschließend werden individuelle Maßnahmen entwickelt, um die Widerstandsfähigkeit der Unternehmen langfristig zu stärken.
Der KlimaTisch wird die Umsetzung der vier Startprojekte koordinieren und bei Bedarf weitere Partner einbinden. Gleichzeitig sollen künftig zusätzliche Maßnahmen entwickelt werden, um den Klimaschutz im Kreis Warendorf kontinuierlich voranzubringen.
Für mehr Transparenz plant die Kreisverwaltung außerdem ein öffentlich zugängliches Klimadashboard. Dort sollen künftig Fortschritte bei Klimaschutz und Klimaanpassung übersichtlich dargestellt werden, sodass Bürgerinnen und Bürger die Entwicklung der Projekte jederzeit nachvollziehen können.

"Haben sich auf die Umsetzung konkreter Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimafolgenanpassung verständigt: Petra Michalczak-Hülsmann (gfw), André Hackelbusch (Leiter Kreisumweltamt), Michael Ottmann (Umwelt- und Planungsdezernent), Ann-Kristin Erdmann (Kreishandwerkerschaft Steinfurt Warendorf), Ellen Baumhöfer (Stadtwerke Ostmünsterland) Dr. Matthias Quas (WLV), Michael Gerdhenrich, Bürgermeister der Stadt Beckum und Sprecher der Bürgermeister), Dr. Herbert Bleicher (Geschäftsführer AWG), Christian Böckenholt (Klimaschutzmanager Kreis), Dr. Britta Linnemann (Geschäftsführerin der NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V., Lea Hilling (Klimaschutzmanagerin Kreis) und Reiner Tippkötter (energielenker projects GmbH)."













