15. August 2020 / Allgemein

Kochen mit Masken

Die ersten Kurse im Haus der Familie laufen schon wieder

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Kochen mit Masken

Die ersten Kurse im Haus der Familie laufen schon wieder

„Gegessen werden darf natürlich ohne“, scherzt Ursula Pinnekamp, Leiterin des „Haus der Familie“ in Warendorf. Doch dieses Beispiel verdeutlicht eindrucksvoll, welche Einschränkungen die Corona-Pandemie einerseits mit sich bringt, andererseits aber auch, welche (Um)Wege die Verantwortlichen in den Lehrinstituten gehen, um dennoch ein breites und zufriedenstellendes Kursangebot für die Teilnehmer zu verwirklichen.

Das „Haus der Familie“ habe schon vor den Sommerferien „ganz vorsichtig in kleinen Gruppen wieder angefangen“, berichtete Frau Pinnekamp. Gemeinsam mit der Pädagogischen Mitarbeiterin Ursula Klauß stellte sie am Freitagvormittag die aktuelle Situation rund um die Katholische Bildungseinrichtung in Warendorf und ihre Außenstellen vor. „Wir sind ein lernendes System“, formulierte sie dabei doppeldeutig. Denn ebenso, wie das „Haus der Familie“ Wissen vermittelt, befindet es sich durch die notwendigen und sich verändernden Anpassungen an Corona selbst in einem Lernprozess.

Welche Kurse können unter welchen Bedingungen angeboten werden? Eine der zentralen Fragen, für die laut Frau Pinnekamp alle Kurse unter die Lupe genommen wurden. Mit eben solchen Einschränkungen wie dem Kochen mit Maske. 12 Teilnehmer und Teilnehmerinnen ist die maximale Belegungszahl für die Küche. Zudem muss das Essen von der Kursleitung zum Abschluss an die Tische serviert werden, sonst wäre die Ähnlichkeit zum nicht gestatteten Buffet zu groß.

Dass trotzdem alle fünf Fachbereiche wieder aktiv sind und sogar das Programm 2021 kontinuierlich weiter geplant wird, schreiben Frau Klauß und Frau Pinnekamp dem großen Engagement des gesamtem Teams aus Verwaltung und Kursleitungen zu. Frau Pinnekamp lobt auch die Reinigungskräfte, denen augenblicklich viel mehr Aufgaben zukommen.

Alle Teilnehmerinnen und Kursleiter werden angeschrieben und mit den notwendigen Informationen zu Abläufen und dem wichtigen Hygienekonzept versorgt. Die beiden Frauen loben das Verständnis auf allen Seiten, wenngleich die Resonanz auch unterschiedlich ausfällt. Einerseits freut sich das Gros der Teilnehmer, dass es wieder los geht. „Viele Senioren brennen geradezu darauf, wieder soziale Kontakte zu haben“, weiß Frau Pinnekamp und berichtet sogar von Hochbetagten, die gerne wiederkommen. „Da bekomme ich vor Freude eine Gänsehaut“, gesteht sie. Doch nicht allen passen die Konzepte. Darauf wird das Haus der Familie mit einer großzügigen Stornoregelung reagieren. Das Jahr sei ohnehin ein „finanzielle Fiasko“, so die Leiterin, die sich trotzdem freut, dass die freiberuflichen Honorarkräfte nun wieder Einnahmen verzeichnen können.

Ursula Klauß schilderte die ganz praktischen Probleme in den Eltern-Kind Kursen. Die Hygienemaßnahmen verlangten einen weitestgehenden Verzicht auf Spielzeug und vor allem das Singen lasse sich schwierig bis gar nicht umsetzen. Doch auch dazu sind bereits kreative Lösungen gefunden worden. Das gemeinsame Singen müsse allerdings entfallen.

Insgesamt dürfen die Interessenten auch 2020 und trotz Corona ein breites Angebot des „Haus der Familie“ erwarten. Dies gilt für das Haupthaus in Warendorf ebenso, wie für die Außenstellen, beispielsweise in den Pfarrheimen.

Bild: Ursula Klauß, Ingrid Krewerth, Margarethe Schletz und Ursula Pinnekamp freuen sich auf viele interessierte Teilnehmerinnen und stehen bei Fragen gerne Rede und Antwort

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