8. Februar 2022 / Allgemein

Kölner Karneval live in Warendorf

Premiere in 165 Jahren WaKaGe

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Kölner Karneval live in Warendorf

Warendorfer Karnevalsfreunde – Freunde des Karnevals – haben den 26. Februar 2022 bereits fest in ihrem Kalender eingetragen. Denn an diesem Abend wird auf der Webseite der WaKaGe eine Karnevalssitzung stattfinden, wie es sie in der 165-jährigen Geschichte des Warendorfer Karnevals so noch nicht gegeben hat.

Fast so wie in echt, aber eben nur fast. Nicht live, sondern als Aufzeichnung von Anfang Februar, dafür aber mit hochkarätiger Besetzung. Dazu zählen nicht nur die Hofsängerin der Warendorfer Karnevalsgesellschaft Linda Weisink und die Tanzgruppen der WaKaGe, sondern auch die Galionsfiguren des Kölner Karnevals, Bernd Stelter und „Der Sitzungspräsident“. Damit ist ausnahmsweise nicht Hermann-Josef Schulze-Zumloh gemeint – der wird an diesem Abend ebenfalls zu sehen sein – sondern Volker Weininger, der als besagter Sitzungspräsident seit mehreren Jahren einen neuen Stern am Kölner Karnevalshimmel darstellt.

Alle fünf Jahre beginne im Kölner Karneval ein neuer Stern zu leuchten, sagte Bernd Stelter beim Pressegespräch im Hotel im Engel im Vorfeld der Aufzeichnung des Streams. Vor 35 Jahren sei er das gewesen, der am 6.11 1988 seinen ersten Auftritt im Kölner Karneval gab.

35? Na gut, Rechnen scheint nicht ganz Bernd Stelters Stärke, dafür sind die Geschichten die er erzählt und die von ihm mit Gitarre vorgetragenen Lieder seit dieser Zeit nicht mehr aus der Karnevalswelt wegzudenken. Groß daher die Freude der Warendorfer Karnevalisten, diese beiden Koryphäen des Jecken Geschehens in Warendorf für Warendorf präsentieren zu können. WaKaGe Präsident Hermann-Josef Schulze-Zumloh machte aus seiner Freude darüber beim Pressegespräch keinen Hehl, verbarg allerdings auch nicht sein Lampenfieber ob der ungewöhnlichen Form dieser „Prunksitzung“. Denn auch wenn beispielsweise die Tanzgruppen der WaKaGe mit dabei sind, waren sie zur Aufzeichnung im Hotel im Engel nicht zugegen. Stattdessen hatten sie im Theater am Wall die große Bühne genutzt, um die Früchte ihrer damit nicht vergeblichen monatelangen Probearbeiten präsentieren zu können. Mit bewegter Stimme schilderte Schulze-Zumloh die Freude beispielsweise der Hüpfer, die seit zwei Jahren proben und tanzen, und bisher nicht ein einziges Mal hatten auftreten können. Jetzt zumindest konnten sie es vor laufenden Kameras und das Ergebnis, da ist sich Schulze-Zumloh sicher, kann sich am 26 Februar sehen lassen.

Karneval sei wichtig, denn im Karneval machten die Menschen Dinge, die sie normalerweise nicht können, unkte Stelter beim Pressegespräch und unterstrich einmal mehr den Satz, für den er bereits oft gescholten wurde: Karneval kann nicht ausfallen, Karneval steht im Kalender! Man könne Karneval auch nicht verschieben, daher seien Menschen nötig, die neue kreative Ideen haben. Ein Lob von ihm und Volker Weininger auf die WaKaGe, die mit dem aufgezeichneten Stream eine Möglichkeit schafft, dass doch kleinere Gruppen (je nach Coronaschutzverordnung) gemeinsam vor dem Bildschirm feiern können. Stelter und Weininger werden in diesem Stream ihr aktuelles für 2022 geschriebenes Programm darbieten, ergänzt um die eine oder andere Nummer eines „Best of...“. Nur alte Sachen könne er nicht bringen, sagte Stelter. „Ich würde mich langweilen wenn ich nicht schreiben würde, und ich möchte auch nicht die selben Witze machen wie vor einem Jahr!“ Neben den beiden Protagonisten bisher genannten werden die amtierende Tollität, „Frank I. das Sangesoriginal vom Josephs-Hospital“, oder so der von Schulze-Zumloh geprägte neue Name „der Prinz für die Ewigkeit“, mit seiner Annemarie Bea Hoffmann teilnehmen. Zudem werden die  bisher ausgefallenen Ehrungen der Jubiläumsprinzen Klaus Neumann (33 Jahre), Willi Schöning (22 Jahre), Markus Hinnüber (22 Jahre), Christian Günnewig (11 Jahre) und Thomas „Ömpe“ Wörmann (ebenfalls 11 Jahre) an diesem Abend durchgeführt. Leicht zu erkennen, dass somit zwei im Vorjahr ausgefallene Ehrungen nachgeholt werden.

Die Übertragung des Videostreams am 26. Februar ist kostenfrei, konnte aber nur durch das großzügige Sponsoring einiger Warendorfer Firmen realisiert werden.

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