Über 130 Unternehmen präsentieren sich bei der 33. BOM auf dem Warendorfer Lohwall
Kraftproben, Grillzangen und Zukunftspläne
Warendorf – Wo sonst Spaziergänger ihre Runden drehen, drehte sich am Mittwoch alles um die berufliche Zukunft. Zur 33. Berufsorientierungsmesse (BOM) verwandelte sich der Lohwall erneut in eine der größten Ausbildungsmesse der Region. Bei angenehmen Temperaturen um die 20 Grad nutzten knapp 2.000 Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, sich über Ausbildungsberufe, Praktika und Karrierechancen zu informieren.
Mehr als 130 Unternehmen, Institutionen und Organisationen präsentierten sich auf dem weitläufigen Messegelände und zeigten eindrucksvoll, wie vielfältig die Berufswelt im Kreis Warendorf und darüber hinaus ist. Dabei stand vor allem eines im Mittelpunkt: Berufsorientierung zum Anfassen.
Bürgermeister Peter Horstmann zeigte sich begeistert vom großen Zuspruch. Nachdem er bereits am vergangenen Wochenende bei der DEULA Einblicke in Ausbildungsprojekte erhalten hatte, führte ihn sein Weg nun auf den Lohwall.
„Die BOM ist eine wunderbare Möglichkeit für junge Menschen, sich über ihre beruflichen Chancen und Möglichkeiten zu informieren. Hier können sie direkt mit Unternehmen ins Gespräch kommen und erste Kontakte für ihre berufliche Zukunft knüpfen“, betonte Horstmann.
Die Liste der Aussteller konnte sich auch in diesem Jahr sehen lassen. Zahlreiche regionale Unternehmen wie Teutemacher Glas, AGRAVIS, die Provinzial-Agenturen Möllmann & Tarner, Hellweg Brunnenbau, die Garten- und Landschaftsbauunternehmen Schulze-Tertilt und Theilmeier, die Caritas, der BHD, L.B. Bohle, die Polizei, das AMEOS Klinikum sowie die Stadtwerke Warendorf nutzten die Messe, um Nachwuchskräfte für sich zu gewinnen.
Premiere feierte in diesem Jahr das Unternehmen Dregger Tiefbau. Daniel Dregger führte über den gesamten Messetag hinweg zahlreiche Gespräche mit interessierten Jugendlichen und zeigte sich gespannt auf die Resonanz nach der Veranstaltung.
Besonders gefragt waren erneut die Mitmachaktionen der Unternehmen. Ein echter Publikumsmagnet war die Aktion der Füchtorfer Fleischwarenfabrik Stockmeyer. Unter dem Motto „Bieg dir deine eigene Grillzange“ konnten die Schülerinnen und Schüler aus vorbereiteten Metallrohlingen ihr eigene Grillzange herstellen. Die dafür eigens entwickelte Azubi-Kantbank sorgte dabei für viele neugierige Blicke und lange Warteschlangen am Stand.
Auch bei Teutemacher Glas herrschte reger Betrieb. Dort konnten die Jugendlichen nicht nur Einblicke in technische Ausbildungsberufe gewinnen, sondern auch selbst eine kleine Sanduhr aus Glas bauen und mit nach Hause nehmen.
Die Polizei Warendorf setzte ebenfalls auf Praxisnähe. Polizeihauptkommissar Richard Rauer präsentierte unter anderem sein neues modernes Einsatzfahrzeug auf zwei Rädern und zeigte den Jugendlichen, mit welchen Mitteln die Polizei heute unterwegs ist, um Verkehrssicherheit zu gewährleisten.
Optimistisch zeigte sich auch Thomas Pinnekamp von Teutemacher Glas. Das Warendorfer Unternehmen hat in den vergangenen Jahren bereits mehrfach neue Auszubildende über die BOM gewonnen. Entsprechend hoch sind auch diesmal die Erwartungen.
Sportlich wurde es am Stand der Bundeswehr. Hier konnten die Jugendlichen ihre Kräfte testen und erleben, wie sich Liegestütze mit zusätzlichen zehn Kilogramm Gewicht anfühlen. Viele Schülerinnen und Schüler nahmen die Herausforderung an und wurden von ihren Klassenkameraden lautstark angefeuert. Nicht weniger beeindruckend ging es beim Stand von Stahlbau Hülsmann zu. Dort war ebenfalls Muskelkraft gefragt, als unter anderem Wirtschaftsförderer Torsten Krumme versuchte, eine M27-Schraube mit einem Drehmoment von bis zu 1.250 Newtonmetern anzuziehen.
Spielerisches Geschick war dagegen bei technotrans gefragt. Das Unternehmen aus Sassenberg präsentierte einen selbst entwickelten Flipperautomaten, den Auszubildende im Rahmen eines eigenen Projektes konstruiert und gebaut hatten. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit für eine Partie und erhielten gleichzeitig spannende Einblicke in die technischen Ausbildungsberufe des Unternehmens.
Großen Zuspruch erhielten auch die zahlreichen Handwerksbetriebe und Gartenbauunternehmen. Ob Pflasterarbeiten, Baggerfahren oder praktische Vorführungen aus dem Berufsalltag – überall konnten die Jugendlichen selbst aktiv werden. Für eine willkommene Abkühlung sorgte dabei unter anderem das Unternehmen Gartenbau Theilmeier, das sogar einen Pool mitgebracht hatte.
Zwischen den vielen Gesprächen, Vorführungen und Mitmachaktionen sorgte Gastronom André Pöppelmann für die passende Stärkung. Kühle Getränke und verschiedene Speisen boten den Besuchern die Möglichkeit, kurz durchzuatmen, bevor es weiter zu den nächsten Ausstellern ging.
Am Ende zeigte die 33. Berufsorientierungsmesse einmal mehr, warum sie seit Jahrzehnten ein wichtiger Baustein der Nachwuchsgewinnung in der Region ist. Die Mischung aus persönlichem Austausch, praktischen Erfahrungen und direktem Kontakt zu potenziellen Arbeitgebern machte die Veranstaltung erneut zu einem Erfolg.
Für die Unternehmen bot die BOM die Chance, sich als attraktive Arbeitgeber zu präsentieren. Für die Jugendlichen war sie ein wichtiger Schritt auf dem Weg in die eigene berufliche Zukunft. Und genau darin liegt seit inzwischen 33 Jahren die besondere Stärke der Berufsorientierungsmesse auf dem Warendorfer Lohwall.













