Kreis informiert Architekten über Bau-Turbo und digitale Bauanträge
150 Teilnehmer beim „Architekten-Treffen“ des Kreises Warendorf
Großes Interesse am Austausch rund um aktuelle Entwicklungen im Baurecht: Rund 150 Architekten, Statiker und Vermesser aus dem Kreis Warendorf sind kürzlich der Einladung der Kreisverwaltung zum sogenannten „Architekten-Treffen“ gefolgt. Die Veranstaltung fand im Gartensaal der Landvolkshochschule in Freckenhorst statt.
Mit dem Treffen informiert der Kreis Warendorf in regelmäßigen Abständen über neue rechtliche und technische Entwicklungen im Bauwesen. Gleichzeitig bietet die Veranstaltung eine Plattform für den Austausch zwischen Planungsbüros und Verwaltung. Während einer Pause bei Getränken, Brezeln und kleinen Häppchen nutzten viele Gäste die Gelegenheit zum intensiven Netzwerken.
Bau- und Planungsdezernent Michael Ottmann betonte in seiner Begrüßung die Bedeutung dieses Dialogs: „Wer sich mit dem Bauen beschäftigt, muss sich mit einer Vielzahl und sich häufig ändernden Vorschriften befassen. Mit unserem ‚Architekten-Treffen‘ möchten wir Sie dabei unterstützen.“
Ein Schwerpunkt der Veranstaltung waren die neuen rechtlichen Regelungen rund um den sogenannten Bau-Turbo, die den Wohnungsbau beschleunigen sollen. Der Fachanwalt für Verwaltungsrecht Thomas Tyczewski von der Kanzlei Wolter Hoppenberg erläuterte in seinem Vortrag, welche Vereinfachungen geplant sind, wie sie umgesetzt werden können und wo ihre Grenzen liegen. Viele Experten erwarten durch die Neuerungen zusätzliche Impulse für den Wohnungsbau.
Darüber hinaus stellten Bauamtsleiter Sigurd Peitz und Stefan Tripp aus dem IT-Amt das digitale Baugenehmigungsverfahren vor, das im Kreis Warendorf bereits von ersten Planungsbüros genutzt wird. Ziel ist es, Bauanträge künftig vollständig digital einzureichen, zu prüfen und zu genehmigen – ohne Medienbrüche und mit deutlich effizienteren Abläufen.
Ausführlich präsentiert wurde zudem das landeseinheitliche Bauportal.NRW, über das künftig Bauanträge gestellt werden können. Ergänzt wird das System durch eine Kommunikationsplattform für die weitere Bearbeitung der Verfahren. Der Kreis Warendorf war an der Einführung der Landeslösung als Modellkommune beteiligt. Auch weitere digitale Angebote – etwa die Auskunft aus dem Baulastenverzeichnis oder die digitale Akteneinsicht – werden bereits häufig über die Internetseiten der Kreisverwaltung genutzt.
Bereits einen Tag zuvor hatte das Kreisbauamt rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschiedener Behörden in der Landvolkshochschule informiert. Diese Behörden sind – je nach Bauvorhaben – am Genehmigungsverfahren beteiligt.
Zum Start des digitalen Baugenehmigungsverfahrens will der Kreis Warendorf in den kommenden Wochen weitere ausführliche Informationen bereitstellen.













