28. August 2018 / Allgemein

Kreis will Umlage für 2019 erneut deutlich senken

Haushaltsplan 2019

Kreis will Umlage für 2019 erneut deutlich senken

Kreis will Umlage für 2019 erneut deutlich senken

Die Vorzeichen für den Haushaltsplan 2019, an dem der Kreis Warendorf derzeit arbeitet, sind positiv. „Wir planen eine weitere deutliche Reduzierung des Kreisumlagesatzes. Er soll im nächsten Jahr um 2,1 Prozentpunkte auf 33,3 % sinken. Das ist der niedrigste Stand seit Einführung des Neuen Kommunalen Finanzmanagements 2007.“ Das erklärten Landrat Dr. Olaf Gericke und Kreiskämmerer Dr. Stefan Funke, nachdem sie am Freitag (24. August) das Eckdatenpapier zum Haushalt an die Bürgermeister der 13 Städte und Gemeinden verschickt haben. Da der Landrat den Haushalt am 5. Oktober in den Kreistag einbringen wird, musste der Kreis jetzt wie üblich sechs Wochen vorher über die Eckdaten informieren.

„Die Kommunen haben damit früh Planungssicherheit. Die meisten meiner Kämmerer-Kolleginnen und Kollegen in den Rathäusern dürfen sich über eine sinkende Zahllast an den Kreis freuen – und das, obwohl die Finanzkraft der Städte und Gemeinden um stattliche 23 Millionen Euro gewachsen ist“, erläuterte Dr. Funke. Durch höhere Steuerkraft (plus 12 Mio. €) und Schlüsselzuweisungen (plus 11 Mio. €) steigt die Umlagegrundlage an. Für den Kreis selbst sinken die Schlüsselzuweisungen jedoch um 3 auf 40 Mio. Euro. Gleichzeitig rechnet der Kreiskämmerer für 2019 mit einem leichten Anstieg der Aufwendungen des Kreises. Sie werden mit 426 Mio. € um 3,7 Mio. € (0,9 %) höher sein als im laufenden Haushaltsjahr.

„Möglich wird unser gemeindefreundlicher Haushalt auch deshalb, weil wir erneut tief in unsere Rücklage greifen. Nur weil wir 4 Mio. € daraus entnehmen, gelingt uns der Haushaltsausgleich“, sagte Landrat Dr. Gericke.

Wie in jedem Jahr sind die Be- und Entlastungen unterschiedlich unter den einzelnen Städten und Gemeinden verteilt. Bei der Umlage greift das Solidarprinzip – entsprechend der Finanzkraft der einzelnen Kommune.

Ein Wermutstropfen ist, dass die Jugendamtsumlage um 0.4 Prozentpunkte auf 16,7 % steigt. „Durch den Ausbau der Kinderbetreuung, mit dem wir den weiter wachsenden Bedarf in den Städten und Gemeinden decken wollen, steigen die Kosten“, erklärt Landrat Dr. Olaf Gericke. Der maßvolle Anstieg in diesem Bereich sei im Sinne der Bürgerinnen und Bürger aber vertretbar.

Auf dem Bild sehen Sie:
Bild Landrat Dr. Olaf Gericke und Kreiskämmerer Dr. Stefan Funke stellten die Eckdaten für den Kreishaushalt 2019 vor.

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