Festival „Musik und Kultur in der Synagoge“ lädt am 14. Juni zu besonderen Veranstaltungen ein
Kultur, Musik und Geschichte in Telgte erleben
Telgte - Der Verein Erinnerung und Mahnung Telgte beteiligt sich am Sonntag, 14. Juni 2026, erneut am westfalenweiten Festival „Musik und Kultur in der Synagoge“ und lädt zu einem abwechslungsreichen Programm rund um jüdische Kultur, Geschichte und Musik ein.
Los geht es um 14 Uhr im Museum Religio mit der Lesung „Das Glück liegt auf der Hand – Jüdische Weisheit und Jüdischer Witz“. Die Schauspielerin und Sprecherin Gabriele Brüning liest Texte der deutsch-amerikanischen Schriftstellerin Elizabeth Petuchowski. In ihren Werken erzählt sie mit viel Humor und feiner Beobachtungsgabe Geschichten aus dem jüdischen Alltag und vermittelt dabei zugleich jüdische Lebensweisheiten.
Im Anschluss beginnt um 15.30 Uhr die Führung „Auf jüdischen Spuren in Telgte“. Treffpunkt ist an der Alten Synagoge in der Emsstraße 4. Mitglieder des Vereins Erinnerung und Mahnung führen durch die Geschichte jüdischen Lebens in Telgte und erläutern die Bedeutung der ehemaligen Synagoge, die zwischen etwa 1700 und 1875 als religiöser Versammlungsraum diente. Dabei wird auch an die Verfolgung und Vernichtung jüdischen Lebens während der NS-Zeit erinnert.
Ein besonderer musikalischer Höhepunkt folgt um 17 Uhr in der Propstei- und Pfarrkirche St. Clemens. Unter dem Titel „Mah tovu – Wie schön sind deine Zelte“ präsentieren das Collegium vocale Dortmund unter Leitung von Michael Hönes sowie der Evangelische Kirchenchor Bochum-Linden unter Leitung von Andrea Kampmann synagogale Musik aus drei Jahrhunderten.
Das Konzert spannt einen musikalischen Bogen vom 17. Jahrhundert bis in die Moderne und erinnert dabei auch an den deutsch-amerikanischen Kantor Erich Mendel, der bis zur Pogromnacht 1938 an der Synagoge Bochum wirkte. Moderiert wird das Konzert von Dr. Manfred Keller aus Bochum.
Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Die Veranstalter bitten um Spenden zur Deckung der Kosten.
Ein weiterer Programmpunkt des Festivals folgt am 2. Juli 2026 im Bürgerhaus „Alte Post“ in Drensteinfurt. Dort findet ein öffentliches Symposium zum Thema „Westfälische Landsynagogen“ statt, bei dem unter anderem auch die Geschichte der Alten Synagoge in Telgte thematisiert wird.













