Landrat Gericke fordert klaren Rahmen für Windkraft-Ausbau
Warendorf – In einer öffentlichen Anhörung des Bundestagsausschusses für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit hat sich Warendorfs Landrat Dr. Olaf Gericke erneut für einen gesteuerten Ausbau der Windkraft ausgesprochen. Als Sachverständiger war Dr. Gericke auf Einladung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in den Bundestag geladen worden – in seiner Funktion als Präsident des Landkreistages NRW und als Leiter einer Genehmigungsbehörde mit umfangreicher Erfahrung im Bereich Windenergie.
„Akzeptanz vor Ort gibt es nur, wenn klar geregelt ist, wo Windenergieanlagen gebaut werden dürfen – und wo nicht“, betonte der Landrat. Er begrüßte, dass Windkraft künftig vorrangig in ausgewiesenen Windenergiegebieten errichtet werden soll. Auch die Einschränkungen für Anlagen außerhalb dieser Gebiete seien ein Schritt in die richtige Richtung – insbesondere, wenn das Orts- und Landschaftsbild geschützt werde.
Kritisch sieht Dr. Gericke jedoch die aktuelle Ausgestaltung der Repowering-Regelungen. Derzeit können alte Windräder auch außerhalb von Vorranggebieten durch größere und leistungsfähigere Anlagen ersetzt werden. „Das schafft keine Akzeptanz vor Ort“, warnte er und forderte Nachbesserungen seitens des Gesetzgebers.
Wichtig sei zudem eine eindeutige Gesetzesformulierung: „Unklare Regelungen führen zu gerichtlichen Auseinandersetzungen – mit der Gefahr, dass am Ende mehr Windkraftanlagen genehmigt werden als politisch gewollt“, so der Landrat.
Im Anschluss an seine Stellungnahme stand Dr. Gericke den Mitgliedern des Bundestagsausschusses für Rückfragen zur Verfügung.













