Massives Fischsterben in der Hessel
Umweltbehörden ermitteln Ursachen
Sassenberg / Kreis Warendorf – Am Dienstagvormittag wurde das Umweltamt des Kreises Warendorf über einen alarmierenden Fund in der Hessel informiert: Mehr als 100 tote Fische wurden im Bereich östlich von Sassenberg entdeckt. Der Vorfall hat inzwischen ein behördenübergreifendes Eingreifen ausgelöst.
Unmittelbar nach Eingang der Meldung begab sich eine Mitarbeiterin der Rufbereitschaft des Umweltamts – in Abstimmung mit dem Ordnungsamt der Stadt Sassenberg – umgehend an die betroffene Gewässerstelle, um die Lage vor Ort zu überprüfen. Die Ausmaße des Fischsterbens bestätigten sich schnell: Nicht nur auf Warendorfer Gebiet, sondern auch im benachbarten Kreis Gütersloh wurden zahlreiche verendete Fische gefunden.
Die betroffenen Abschnitte des Flusses Hessel wurden daraufhin gemeinsam von Fachkräften der Umweltämter beider Kreise untersucht. Trotz der sichtbaren Schäden konnte bei ersten Messungen keine unmittelbare Ursache festgestellt werden: Wichtige sogenannte „Sofortparameter“ wie Sauerstoffgehalt und Wassertemperatur wiesen unauffällige Werte auf. Das deutet darauf hin, dass kein akuter Sauerstoffmangel oder eine außergewöhnliche Hitzeentwicklung für das Fischsterben verantwortlich ist – mögliche Ursachen wie chemische Belastungen oder Schadstoffeinträge können jedoch noch nicht ausgeschlossen werden.
Zur weiteren Aufklärung des Vorfalls wurde bei der Bezirksregierung Münster ein Umweltalarm ausgelöst. Zudem wurde das Landesamt für Natur, Umwelt und Klimaschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) um Amtshilfe gebeten. Das LANUV verfügt über modernste Labortechnik und kann eine umfangreiche Analyse der Wasserqualität vornehmen – auch in Bezug auf Schadstoffe, toxische Substanzen oder mögliche Einleitungen.
Bis zum Vorliegen konkreter Untersuchungsergebnisse durch das LANUV setzen die Umweltbehörden ihre Ermittlungen auf beiden Seiten der Kreisgrenze fort. Eine potenzielle Ursache könnte auch flussaufwärts liegen – entsprechende Überprüfungen laufen derzeit. Anwohner und Spaziergänger werden gebeten, verdächtige Beobachtungen entlang der Hessel sofort an die zuständigen Behörden zu melden und direkten Kontakt mit dem Gewässer zu vermeiden, solange die Ursache des Fischsterbens nicht geklärt ist.
Die Umweltbehörden nehmen den Vorfall sehr ernst. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Ursache zu finden und mögliche weitere Schäden für das Ökosystem der Hessel zu verhindern“, heißt es aus Kreisen der Einsatzkräfte.













