Warendorfer Kultkneipe wird zum Klangraum
Mit dem kleinen Besteck ganz groß aufgetischt
Warendorf - Na, da hat der April aber ordentlich seine musikalischen Frühlingsgefühle in Warendorf ausgetanzt. Und zwar in der altehrwürdigen „Alten Frieda", wo sich am Mittwochabend die Zwei-Mann-Akustik-Eskalation namens „Das kleine Besteck“ die Ehre gab. Die Jungs, quasi das musikalische Exportgut aus Sassenberg und Lette, haben da mal eben die Eckkneipe bis unters Dach gerockt. Selbst der WDR ist auf die Veranstaltung im Vorfeld aufmerksam geworden und bat Inhaberin Jutta Weste um ein Interview, das natürlich zeitnah über den Äther ging.
Jascha, der Mann mit Reibeisenstimme und Klampfe, und Philipp, der an seinem Cajon den Rhythmus vorgab, harmonierten prächtig. Da wurde aus so manchem Ohrwurm eine ganz eigene, rockige oder eben herrlich unaufgeregte Akustik-Version gezimmert, die einfach Laune machte. „Wir sind nicht die Wurzeln des Bösen, sondern die Wurzel aus vier“, tönte es da lautstark. Man stelle sich vor: Nur Gesang, Gitarre und eine unspektakuläre „Holzkiste“ – genau damit nahmen die beiden gefühlt jedes Genre auseinander und bauten es nach eigenem Gusto wieder auf kreative Weise zusammen.
Getreu ihrem Motto „Alles, was Bock macht“, zogen die beiden auf der kleinen Bühne ihr Ding durch. Und das war keineswegs von gestern, sondern handgemachte Mucke, die bekannte Songs vom Staub der Zeit befreite und in ein neues, frisches Gewand kleidete. Die Stimmung schnellte jedenfalls in Windeseile nach oben, als „Das kleine Besteck“ loslegte und sein bunt gemischtes Repertoire präsentierte. Bekannte Rock- und Popsongs bekamen eine ganz eigene Würze verpasst. Jascha und Phil boten einen wilden Stilmix, der das sowieso schon gut gelaunte Publikum endgültig zum Ausrasten brachte. Da tanzte der April aber mal so richtig aus der Reihe – und zwar mit Pauken und Trompeten, äh, mit Gitarre und Cajon.













