21. November 2022 / Allgemein

„MIT WEITER SO KOMMEN WIR NICHT WEITER“

Krankenpfleger Remigius Ratzki aus dem Josephs-Hospital in die Pflegekammer NRW gewählt

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„MIT WEITER SO KOMMEN WIR NICHT WEITER“

Gesundheits- und Krankenpfleger Remigius Ratzki aus dem Josephs-Hospital in die Pflegekammer NRW gewählt

Das ist neu in der Geschichte des bevölkerungsreichsten Bundeslandes: Alle Pflegefachleute in Nordrhein-Westfalen gehören erstmals einem berufsständischen Selbstverwaltungsorgan an. Vor kurzem ist der offizielle Startschuss für diesen Schritt gefallen. Denn die Pflegenden haben ihre Vertreterinnen und Vertreter in die erste Kammerversammlung der Pflegekammer NRW gewählt. Knapp 99.000 wahlberechtigte Kammer-Mitglieder:innen hatten bis zum 31. Oktober die Möglichkeit, ihre Stimme abzugeben. Rund 22.000 Pflegefachpersonen haben von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht und aus den 66 Wahlvorschlägen ihre Vertretung für die 60 vorgesehenen Sitze der neuen Kammer gewählt.

Remigius Ratzki, frisch gewähltes Kammer-Mitglied, zeigt sich zufrieden: „Die Wahl der Kammerversammlung ist ein wichtiger Meilenstein für die Pflege in Nordrhein-Westfalen. Ich bin überzeugt, dass man als Pflegefachkraft mit einem "weiter so" nicht weiterkommt. Es ist mir wichtig, als Mitglied der pflegerischen Profession an der Gestaltung der Bedingungen im Gesundheitswesen mitzuarbeiten, um gute und menschenwürdige Pflege zu ermöglichen. Es ist mir auch wichtig, dass die Menschen erfahren, was alles zu guter Pflege gehört, damit Pflegeberufe die gesellschaftliche Wertschätzung bekommen, die ihnen zusteht. Langfristig geht es mir dabei um die Transformation des Berufsstandes Pflege in eine selbstbewusste Profession. Auf lange Sicht können die Bedingungen in dem gesamten Gesundheitssystem nur in dieser Weise verbessert werden.“

Der 48-jährige Beelener arbeitet seit 14 Jahren im Josephs-Hospital Warendorf. Neben der Pflegetätigkeit im Stationsdienst ist Ratzki als Pflegeexperte zum Thema Delirprävention und Demenz tätig. Mit der ersten konstituierenden Kammersitzung im Dezember wird er sich zukünftig ehrenamtlich für die Belange der Pflegenden in Nordrhein Westfalen einsetzen.

Hintergrund zur Pflegekammer

Seit vielen Jahren fühlen sich viele Pflegefachkräfte in NRW durch die bestehenden Verbandsstrukturen nicht ausreichend repräsentiert und wünschen sich eine eigenverantwortliche Vertretung ihrer Interessen. Sie wollen in Gesellschaft, Fachpolitik und Verwaltung Gehör finden und an den ihre Tätigkeit betreffenden Entscheidungen aktiv mitwirken. Vor diesem Hintergrund hatten die Regierungsparteien im Koalitionsvertrag 2017 festgelegt, gesetzliche Regelungen für die Errichtung einer Pflegekammer Nordrhein-Westfalen auf den Weg zu bringen, wenn die Pflegenden dies wollen.

Der Pflegekammer Nordrhein-Westfalen werden wichtige Aufgaben übertragen. Dazu gehören die Entwicklung einer Berufsordnung, die Festlegung von Qualitätsrichtlinien sowie die Zuständigkeit für berufliche Weiterbildungen. Es ist vorgesehen, dass die Landesregierung für den weiteren Aufbau der Pflegekammer bis Juli 2027 insgesamt 31,9 Millionen Euro zur Verfügung stellen wird, damit diese schuldenfrei starten kann.

Remigius Ratzki.

Engagiert sich zukünftig ehrenamtlich in der Pflegekammer NRW: Gesundheits- und Krankenpfleger Remigius Ratzki.

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