7. Juli 2023 / Allgemein

Modedesignerin rechnet mit Industrie ab

Baumwolle braucht extrem viel Wasser – Kunstfasern verseuchen durch Mirkoplastik

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Modedesignerin rechnet mit Industrie ab

Baumwolle braucht extrem viel Wasser – Kunstfasern verseuchen durch Mirkoplastik

Die Modebranche bedeutet Dreck, Schmutz, CO2, prekäre Arbeitsverhältnisse, Armut. Und auch wenn es viele Konzerne mit Werbemillionen noch so oft betonen, Nachhaltigkeit geht defintiv anders. Und ja, auch wenn wir es hier vor Ort nicht sehen und oft nicht wahr haben wollen, es geht uns etwas an. Denn genau hier können wir selbst Politik machen, ohne großen Zinober, der durch Räte erst abgestimmt werden muss, um einen noch so kleinen Konsenz zu erziehlen, der wieder keine Verbesserung bringt. Katharina Rottkemper hat das während ihres Studiums erkannt und eine Entscheidung getroffen: Den Modezirkus wollte sie nicht mitmachen. „Die Modebranche ist eine der schlimmsten Industrien“, sagte sie am Donnerstagabend im Café des Scala Filmtheaters. Katharina Rottkemper war eine weiter Gastrednerin des von Jana Mersch, Christian Confer, Ina und Matt Oakley initiierten „Kunst und Design Forums“ mit Unterstützung von Johannes Austermann vom Scala Filmtheater. Als studierte Modedesignerin hat sich Katharina Rottkemper in Warendorf niedergelassen und ihr eigenes Lable gegründet, in dem Nachhaltigkeit eine große Rolle spielt. Bei Besuchen von Produktionsstätten in Asien hatte sie währen ihrer Zeit als Modedesignerin in der Industrie festgestellt, dass unter anderem die dort herrschenden Arbeitsbedingungen mit ihren Werten nicht konform gehen. Die Coronakrise war für sie dann Fluch und Segen zugleich. Sie parkte ihr Lable „Karo-Design“ und übernahm das Geschäft ihrer Mutter. „Da konnte ich dann mein Konzept weiter ausbauen.“ Neben Mode für Stillende, die es bis dato nicht gab, produziert Katharina Rottkemper mittlerweile in einer weiteren Gründung Dinge, die Menschen wieder zurück zur Natur bringen sollen. „Kleidung für drei Euro kann nicht nachhaltig sein“, so ihr Credo. Die sogenannte „Fast-Fashion“ produziere extrem viel Müll, verseuche die Natur mit Mikroplastik und Chemie. „Baumwolle im konventionellen Anbau benötigt wahnsinnig viel Wasser“, verdeutlichte sie den interessierten Zuhörern ebenso, wie sie klar machte, dass Kunstfasern oft nicht recyclebar seien und die Umwelt in Form von Mikroplastik belasten. „Die Flüsse in Indien sehen nicht so schön aus. Aber das will bei uns keiner sehen“. Um dem entgegenzutreten empfahl sie unter anderem weniger, jedoch bewusster zu konsumieren, einen zeitlosen Kleidungsstil, tauschen und leihen von Kleidungsstücken nach dem Motto der kürzlich verstorbenen britischen Modedesignerin Vivien Westwood „Buy less, choose it well and make it last“.

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