„Momentum“ – Michael C. Möller fängt die Magie des Augenblicks ein
Ausstellung in der Galerie Heinrich Friedrichs eröffnet
Warendorf – Es sind jene flüchtigen Momente, die den Atem anhalten lassen – und genau diese fängt der Münsteraner Fotograf Michael C. Möller in seiner neuen Ausstellung „Momentum“ auf beeindruckende Weise ein. Am Sonntagnachmittag eröffnete Rosemarie Friedrichs gemeinsam mit dem Künstler in der Galerie Heinrich Friedrichs eine Präsentation, die das Publikum mit ihrer emotionalen Tiefe und visuellen Kraft spürbar berührte. Rund einhundert Gäste folgten der Einladung zur Vernissage und ließen sich von den facettenreichen Bildwelten in den Bann ziehen.
Bereits bei der Begrüßung machte Möller deutlich, was ihn antreibt: die Sehnsucht, den Moment festzuhalten – das „Momentum“, das den Zauber des Vergänglichen bewahrt. „Ich erinnere mich an jede dieser Aufnahmen, an die Stimmung, den Geruch, das Licht – alles ist Teil des Erlebnisses“, erklärte er seinen Gästen.
Die Ausstellung vereint drei zentrale Werkgruppen seines fotografischen Schaffens.
Im ersten Teil entführt Möller die Betrachter nach New York – kurz vor dem weltweiten Stillstand der Corona-Pandemie. Unter dem Titel „The Last Days in Paradise“ dokumentiert er die Metropole in einer unwirklichen Ruhe – eingefroren in jenem Augenblick, bevor sich die Welt veränderte.
Kontrastreich dazu zeigt der zweite Themenkomplex „Wild Animals“ die Tiere des Allwetterzoos Münster in eindrucksvoller Intensität. Möller gelingt es, die Würde, Kraft und Wildheit der Geschöpfe einzufangen – auch in der Begrenzung eines Lebensraums, den sie sich nicht selbst gewählt haben.
Den Abschluss bildet eine Hommage an das von Gerhard Richter entworfene Werk „Foucault’sches Pendel“ in der Dominikanerkirche Münster. In dieser Serie spielt Möller virtuos mit Bewegung und Stille, Licht und Raum – ein Wechselspiel, das die Grenzen zwischen statischer und dynamischer Fotografie auflöst.
Die Besucher zeigten sich begeistert von der Intensität und Vielschichtigkeit der Arbeiten. Man spürte, wie die Funken der Inspiration übersprangen und jeder Versuch unternommen wurde, den „gewissen Moment“ des Fotografen nachzuempfinden.
Die Ausstellung „Momentum“ ist noch bis zum 28. Dezember jeweils mittwochs und sonntags von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Wenn es ihm möglich ist, steht Michael C. Möller selbst vor Ort für Gespräche und Fragen zur Verfügung.

Prospektbild: Michael C. Möller













