Erfolgreiches Benefizkonzert vom Chor Misch-Töne für Palliativstation
Musik, die unter die Haut geht
Warendorf - Musik, die verbindet, tröstet und Hoffnung schenkt: Mit ihrem Benefizkonzert unter dem Motto „You’ve Got a Friend in Me“ sorgte der Chor Misch-Töne am Sonntagnachmittag in der Empfangshalle des AMEOS Klinikums „Josephs-Hospital“ Warendorf für einen bewegenden und zugleich inspirierenden Nachmittag.
Rund 100 Gäste, Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeitende erlebten ein rund 45-minütiges Konzert voller Emotionen, musikalischer Vielfalt und menschlicher Wärme. Unter der Leitung von Thomas Krass präsentierte der Chor ein stimmungsvolles Programm, das nicht nur musikalisch überzeugte, sondern auch tief berührte.
Besonders emotional wurde es bei dem Lied „What If I Could Tell You“, das einem jungen Menschen gewidmet ist, der durch Suizid aus dem Leben schied. Das Stück, ursprünglich von seinen Kadettenfreunden in Texas eingesungen, bewegte viele Zuhörerinnen und Zuhörer zutiefst – im Publikum blieb kaum ein Auge trocken.
„Es wurden manche Tränen vergossen. Die Reaktionen waren überwältigend“, berichtet Markus Austerhoff vom Chor Misch-Töne. „Für uns war es ein voller Erfolg und wir haben uns sehr über die vielen positiven Rückmeldungen gefreut.“
Neben der Musik stand auch der gute Zweck im Mittelpunkt: Im Rahmen des Konzerts sammelte der Chor Spenden zugunsten der Palliativstation des AMEOS Klinikums. Die genaue Spendensumme steht zwar noch aus, doch schon jetzt ist klar: Die Spendenbereitschaft der Besucher war groß.
Vor dem Konzert gab Petra Erpenbeck, Pflegekraft der Palliativstation, den Gästen einen bewegenden Einblick in die Arbeit der Abteilung. Sie machte deutlich, dass Palliativmedizin weit mehr bedeutet als reine Sterbebegleitung: „Unsere Station ist keine Sterbestation. Unser Ziel ist es, Lebensqualität zu schenken, Beschwerden zu lindern und Menschen so zu stabilisieren, dass sie – wenn möglich – wieder nach Hause gehen können.“
Mit acht Einzelzimmern, einem interdisziplinären Team aus Medizin, Pflege, Therapie, Sozialarbeit, Psychologie und Seelsorge sowie viel Raum für Angehörige begleite die Station Menschen in besonders sensiblen Lebensphasen mit großer Fürsorge und Würde.
Umso dankbarer zeigte sich das Klinikteam für das Engagement des Chors: „Musik ist eine Sprache, die dort weitermacht, wo Worte oft fehlen. Sie verbindet, spendet Trost und schenkt Lebensfreude – gerade in schweren Zeiten“, betonte Erpenbeck.
Auch Chorleiter Thomas Krass zog ein durchweg positives Fazit: „Es war ein rundum gelungener Nachmittag im Krankenhaus. Zu erleben, wie unsere Musik Menschen berührt und gleichzeitig etwas Gutes bewirkt, ist etwas ganz Besonderes.“
Mit ihrem Konzert setzten die Misch-Töne ein starkes Zeichen für Mitmenschlichkeit, Zusammenhalt und die heilende Kraft der Musik – ganz im Sinne ihres Mottos: Freundschaft und Nähe sind gerade in schwierigen Zeiten von unschätzbarem Wert.













