14. Mai 2021 / Allgemein

Nadeln statt Spritzen

Traditionelle Chinesische Medizin auf dem Vormarsch

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Bild: Stellten die Zusammenarbeit des Josephs-Hospitals mit den Zentrum für Traditionelle Chinesische Medizin vor: Prof. Dirk Domagk (Chefarzt Innere Medizin), Stephanie Rogge-Wewel (Oberärztin Anästhesie), De Wang und Dr. Chengwu Wang (Zentrum für Traditionelle Chinesische Medizin), Michael von Helden und Peter Goerdeler (Vorstand Josephs-Hospital Warendorf)

Nadeln statt Spritzen

Traditionelle Chinesische Medizin auf dem Vormarsch

Klingt paradox – ist es aber nicht. Denn anders als die sogenannte Schulmedizin mit ihren Medikamenten, die oft über Spritzen verabreicht werden, nutzt die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) die Nadeln zur Akupunktur. Ein jahrtausendealtes Verfahren, ebenso wie das Schröpfen und das Wissen um die Wirkung von vielerlei Kräutern und anderen Produkten, die in der TCM ebenfalls eingesetzt werden.

Die TCM versteht sich als wichtige Ergänzung zur westlichen Medizin. Als solche findet sie ab sofort auch im Josephs-Hospital Anwendung. „Ein Thema über das wir schon sehr lange nachdenken“, so Verwaltungschef Peter Goerdeler beim Pressegespräch anlässlich der Vorstellung der Zusammenarbeit des Warendorfer Krankenhauses mit dem Zentrum für Traditionelle Chinesische Medizin. Zunächst habe bei den Überlegungen eine gewisse Skepsis vorgeherrscht, wie schulmedizinisch geprägte Ärzte zu einer solchen Zusammenarbeit stehen könnten. Diese Skepsis war unbegründet, es gebe durch die Bank positive Neugier, so Goerdeler.

Zunächst wird die TCM mit dem Team von Dr. Chengwu Wang in der Palliativ- und Schmerzmedizin zum Einsatz kommen. Langfristig ist geplant, dass die Patienten in allen Abteilungen von der Zusammenarbeit profitieren können. Wermutstropfen: Die Krankenkassen finanzieren derartige Zusatzmedizin (noch) nicht. Für die genannten Bereiche wird daher das Haus die Kosten tragen, andere Patienten müssten die Zusatzleistungen selbst bezahlen. 

Dr. Wang, der mit seinem Sohn De Wang zum Pressegespräch gekommen war, erläuterte das Thema TCM ausführlich. Er stellte klar, dass die Traditionelle chinesische Medizin und die Schulmedizin sich nicht ausschließen, auch in seinem Heimatland nicht. Die Ausbildung der Ärzte umfasse immer beide Bereiche, mit jeweiligem Schwerpunkt auf einem der Zweige. Der Fokus der Behandlung mittels TCM liege zu einem großen Teil auf der Akupunktur. Der theoretische Ansatz sei, das energetische Gleichgewicht des Menschen wiederherzustellen. Er betonte, dass die TCM niemals eine immer seine Konkurrenz zur traditionellen Medizin zu Schulmedizin sein könne . 

Stephanie Rogge-Wewel, Oberärztin in der Anästhesie, wies darauf hin, dass seit sechs Jahren multimodale Schmerztherapie im Josephs-Hospital angeboten werde. Die TCM stelle eine hervorragende Ergänzung dar. Auch Prof. Dirk Domagk, Chefarzt der Inneren Medizin und Leiter der Abteilung Palliativmedizin, sieht der Zusammenarbeit mit Dr. Wang freudig entgegen. Die Palliativmedizin sei ohnehin ein multimodulares, bzw. multidisziplinäres System, in welchem viele verschiedene Fachbereiche sich bemühen, die Symptome unheilbar kranker Patienten zu kontrollieren und die Schmerzen möglichst vollständig zu lindern.

Alle Beteiligten gehen davon aus, dass sich die Zusammenarbeit erfolgreich etablieren wird und haben bereits die nächsten Schritte ins Auge gefasst, zu denen auch eine telemedizinische Vernetzung mit einem in der TCM führenden Klinikum in der Heimat dieser Medizin zählen.

Das nach Münster und Coesfeld nun auch in Warendorf ansässige tätige Zentrum für Traditionelle Chinesische Medizin wurde 1991 gegründet. Info: www.tcm-zentrum.com

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