27. Februar 2026 / Allgemein

Napoleons letzte Schlacht – mit Beteiligung aus Warendorf

Zeitreise ins Jahr 1815 im Westpreußischen Landesmuseum

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Napoleons letzte Schlacht – mit Beteiligung aus Warendorf

Zeitreise ins Jahr 1815 im Westpreußischen Landesmuseum

Was verbindet Warendorf mit der weltberühmten Schlacht bei Waterloo? Mehr, als man zunächst vermuten würde. Am 3. März um 18 Uhr lädt das Westpreußisches Landesmuseum zu einem ebenso spannenden wie überraschenden historischen Vortrag ein.

Unter dem Titel „Warendorf – Westpreußen – Waterloo“ begibt sich der Historiker Dr. Dirk Ziesing (Bochum) auf Spurensuche in einer bewegten Epoche europäischer Geschichte. Im Mittelpunkt stehen die Befreiungskriege gegen Napoleon – und die Rolle, die Menschen aus unserer Region dabei spielten.

Nach Napoleons gescheitertem Russlandfeldzug und der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 formierte sich eine breite Allianz gegen Frankreich, der auch Preußen angehörte. In Westfalen entstanden Landwehr-Regimenter, organisiert unter anderem von Offizieren aus Westpreußen. Zahlreiche Männer aus dem Raum Warendorf schlossen sich diesen Verbänden an und zogen in den Kampf gegen Napoleon.

Als dieser 1815 aus dem Exil auf Elba zurückkehrte, kam es zur entscheidenden Konfrontation: der Schlacht bei Waterlooam 18. Juni 1815. Eine zentrale Rolle spielte dabei die preußische Armee unter Generalfeldmarschall Gebhard Leberecht von Blücher. Der berühmte Ausspruch des britischen Oberbefehlshabers Arthur Wellesley, 1. Duke of Wellington – „Ich wollte, es wäre Nacht, oder die Preußen kämen“ – unterstreicht, wie entscheidend das Eingreifen der preußischen Truppen war. Auch westfälische Landwehrverbände trugen maßgeblich zur Niederlage Napoleons bei.

Dr. Dirk Ziesing, ausgewiesener Experte für die Militärgeschichte Westfalens im 19. Jahrhundert, verbindet in seinem Vortrag große europäische Geschichte mit regionalen Perspektiven. Er zeigt eindrucksvoll, welche Bedeutung Menschen aus Warendorf und Westpreußen in den dramatischen Ereignissen von 1815 hatten – und wie eng lokale Geschichte mit weltpolitischen Entwicklungen verwoben sein kann.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Heimatverein Warendorf statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich auf eine kenntnisreiche und lebendige Zeitreise in eine der spannendsten Phasen europäischer Geschichte zu begeben.

Termin: 3. März, 18 Uhr
Ort: Westpreußisches Landesmuseum, Warendorf

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