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„Netzwerk Amateurtheater“ präsentiert „Das Boot ist voll“

Theater am Wall ,Boot, Vorstellung,Warendorf,

Warendorf. „Netzwerk Amateurtheater“ – unter diesem Titel präsentiert das Theater am Wall am 16. Februar um 17.00 Uhr seine diesjährige Eigenproduktion „Das Boot ist voll“.

In dieser skurrilen Komödie befinden sich die Akteure sich allerdings zunächst auf einem Kreuzschiff. Hier erleben die Zuschauer eine überdrehte Animateurin (Louisa Schröder), einen Lebensmüden in seinem Rollstuhl (Thomas Ungerer), dessen quirlige Freundin (Laura Hofene), eine junge Afrikanerin als blinden Passagier (Colette Wortmann), ihren verliebten Helfer (Jeremy Hanhoff), einen großkotzigen Geschäftsmann (Sven Ephan) in Begleitung einer „Escortdame“ (Kathrin Sievers). Die stolpern durch eine kuriose Handlung, bevor am Ende auch noch ein „Aushilfsgott“ (als Gast Clemens Wallmeier) kurz ins Spiel kommt.

Das Stück ist von den jungen Schauspieler/innen selbst entwickelt worden und steht damit ganz in der Tradition der Inszenierungen, die unter der Regie von Marcel Höfs in den letzten Jahren entstanden sind. Das Projekt „Provinz“, bei dem mehrere Institutionen im Netzwerk Amateurtheater des Kreises Warendorf in engem Austausch Theaterproduktionen entwickelten, war 9 Jahre lang der Rahmen, in dem diese Aufführungen entstanden. Da dies durchweg zu sehr beachtlichen Ergebnissen kam, hat Theater am Wall e.V. sich entschlossen, nach dem Wegfall der Landesförderung in eigener Verantwortung von dem bewährten Regisseur Marcel Höfs eine Inszenierung entwickeln zu lassen - unter dem neuen Label „Junges Theater Warendorf“. 

Sicher wird auch die neueste Produktion beim Warendorfer Publikum begeistert aufgenommen werden, auch wenn diesmal kaum melancholischer Tiefsinn, dafür aber temperamentvolle Aktionen auf die Bühne kommen. Da auch nach der Förderabsage der Kontakt innerhalb des Netzwerks Amateurtheater keineswegs abgerissen ist, gibt es einen Austausch mit dem Ensemble der Schuhfabrik in Ahlen. Die Warendorfer hatten so schon am 7. Februar ihre Premiere in Ahlen, die Ahlener spielen entsprechend als Gast in Warendorf.

So erleben die Warendorfer Zuschauer am16. Februar um 17.00 Uhr  zunächst die Ahlener Produktion „Vergesst den Schweigefuchs. Jetzt reden wir!“ Die Jugendtheatergruppe der Schuhfabrik richtet einen Appell an die Zuschauer: Mit Mut und Zivilcourage durch die Welt zu gehen. Die elf Akteure*innen setzen sich mit ihrem Leben und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen auseinander. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen reflektieren selbstkritisch, teils ironisch ihr Leben. Unter der Regie von Nadine Althoff und Tobias Winopall greift die Jugendtheatergruppe Themen wie Klimawandel, Rassismus, Hetze im Netz, Egoismus und Gleichgültigkeit auf und setzt sie in Sprache und Gestik beeindruckend in Szene.

Karten für diesen Theaterabend sind zum Preis von 8,00 €, (ermäßigt 6,00 €) ausschließlich an der Abendkasse des Theater am Wall erhältlich. Die Abendkasse öffnet am Veranstaltungstag um 16.30 Uhr

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