Fördergelder machen's möglich: Präventive Maßnahme trotz fehlender Unfallbilanz
Neue Fahrradstraße in Freckenhorst freigegeben
Warendorf - Die Bauarbeiten an einem weiteren Abschnitt der Fahrradstraße zwischen Warendorf und Freckenhorst sind weitgehend abgeschlossen. Mit der Freigabe des Teilstücks zwischen dem ehemaligen Hundeasyl und dem Breede-Gelände kann der Verkehr die Strecke ab sofort wieder uneingeschränkt nutzen.
Zur offiziellen Fertigstellung zeigten sich Bürgermeister Peter Horstmann sowie zahlreiche Ratsmitglieder zufrieden. Im Rahmen der Baumaßnahme wurden unter anderem eine Aufpflasterung im Kurvenbereich hergestellt, neue Parkflächen angelegt sowie Fahrbahnmarkierungen und Verkehrszeichen installiert, die den Verlauf der Fahrradstraße deutlich kennzeichnen.
Nach Angaben der Stadt wurden für die Umsetzung rund 260.000 Euro investiert. Finanziert wurde das Projekt unter anderem mit Fördermitteln des Landes Nordrhein-Westfalen.
Interessant war dabei eine Nachfrage von Dein WAF zur Verkehrssicherheit des Streckenabschnitts. Der Amtsleiter des Tiefbauamtes, Benedikt Wuttke erklärte, dass es in den vergangenen Jahren keine nennenswerten Unfälle mit Radfahrern auf diesem Abschnitt gegeben habe. Die Maßnahme sei daher nicht aufgrund einer konkreten Unfallhäufung erfolgt, sondern vorsorglich umgesetzt worden. Ziel sei es gewesen, die vorhandene Landesförderung zu nutzen und gleichzeitig die Ziele des städtischen Mobilitäts- und Radverkehrskonzeptes weiter voranzubringen.
Mit der nun fertiggestellten Verbindung wurde innerhalb von rund zwölf Monaten bereits die zweite hochwertige Radverbindung zwischen Warendorf und Freckenhorst geschaffen. Beide Projekte sind mit erheblichen Investitionen verbunden und sollen den Radverkehr stärken sowie die Attraktivität des Fahrrads als Verkehrsmittel erhöhen.
Gleichzeitig dürfte die Maßnahme auch Diskussionen auslösen. Während Befürworter den konsequenten Ausbau einer modernen Radverkehrsinfrastruktur begrüßen, stellen Kritiker die Frage, ob eine Investition in dieser Größenordnung angesichts der angespannten Haushaltslage der Stadt gerechtfertigt ist – insbesondere, wenn nach Angaben der Verwaltung zuvor keine auffällige Unfallentwicklung bestand.
Unabhängig von dieser Debatte steht fest: Die Stadt Warendorf verfolgt ihren eingeschlagenen Kurs konsequent weiter. Unter dem Leitgedanken, sichere und attraktive Radwege mit Unterstützung von Fördermitteln zu schaffen, wird das Radverkehrsnetz Schritt für Schritt ausgebaut. Ob das Mobilitäts- und Radverkehrskonzept langfristig die gewünschten Effekte erzielt und von der Mehrheit der Bürger mitgetragen wird, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.













