11. Juni 2026 / Allgemein

Neue Visitenkarte am Ortseingang Müssingen

„Müssingen hat Zukunft“ und setzt sichtbares Zeichen

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„Müssingen hat Zukunft“ und setzt sichtbares Zeichen

Neue Visitenkarte am Ortseingang Müssingen

Müssingen - Wer aus Richtung Warendorf nach Müssingen fährt, wird ab sofort von einer neuen Ortseingangsstele begrüßt. Mit einem großen Naturstein und einer markanten Cortenstahlplatte hat der Heimatverein Einen-Müssingen dem südlichen Ortseingang eine neue Visitenkarte gegeben – und ein Projekt verwirklicht, dessen Ursprung bereits mehr als 20 Jahre zurückliegt.

Die Idee, Besucher und Einwohner mit einem besonderen Willkommenszeichen zu begrüßen, entstand bereits Anfang der 2000er-Jahre. Damals fehlten jedoch sowohl die Zeit als auch ein überzeugendes Konzept für die Umsetzung.

Neue Dynamik erhielt das Vorhaben nach dem Dorfwettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ im Jahr 2024. Bei der Nachbesprechung wies die Bewertungskommission darauf hin, dass der Ortseingangsbereich wenig einladend wirke. Gleichzeitig wurde die gelungene Eingrünung des Ortsteils hervorgehoben. Für Projektleiter Jürgen Schlieper war dies der Anstoß, die alte Idee wieder aufzugreifen.

Bei der Suche nach geeigneten Gestaltungsmöglichkeiten stieß Schlieper auf Ortseingangsschilder mit Findlingen. Aus dieser Inspiration entwickelte sich Schritt für Schritt das heutige Konzept. Im Oktober 2024 konnte mit Unterstützung von Tobias Tegelkamp ein passender Naturstein ausgewählt werden. Wenig später erhielt das Vorhaben auch die Zustimmung der Stadt Warendorf.

Doch bis zur Fertigstellung waren zahlreiche Herausforderungen zu meistern. Der ursprünglich geplante Standort erwies sich als nicht genehmigungsfähig. Zudem musste später berücksichtigt werden, dass über die nahegelegene Strecke künftig Großtransporte für Windkraftanlagen geführt werden könnten. Deshalb wurde der Standort angepasst und das Fundament so ausgelegt, dass die rund 3,5 Tonnen schwere Konstruktion bei Bedarf versetzt werden kann.

Ab Herbst 2025 begann die eigentliche Umsetzung. Ehrenamtliche Helfer, Unternehmen und Unterstützer arbeiteten Hand in Hand. Der Stein wurde gesetzt und bearbeitet, die Cortenstahlplatte gefertigt und montiert, Pflasterarbeiten durchgeführt, Beleuchtung installiert und die Anlage begrünt. Beteiligt waren unter anderem die Firmen Tegelkamp und Dünnewald, der Bauhof der Stadt Warendorf sowie zahlreiche ehrenamtliche Helfer aus dem Dorf.

Heute präsentiert sich der neue Ortseingang als echter Blickfang. Von der B64 aus ist die Stele nun gut sichtbar und begrüßt Besucher schon von Weitem.

Für den Heimatverein ist das Projekt weit mehr als eine optische Aufwertung. Die neue Stele soll Identifikation mit dem Ort schaffen und ein sichtbares Zeichen für den Zusammenhalt in Müssingen sein. Oder wie es die Initiatoren formulieren: Sie soll die Vorbeikommenden willkommen heißen und die Menschen im Dorf dazu ermutigen, im grünen Müssingen nicht nur zu wohnen, sondern hier auch zu leben.

Mit der neuen Ortseingangsstele hat Müssingen nun eine Visitenkarte erhalten, die die Verbundenheit der Menschen mit ihrem Heimatort eindrucksvoll sichtbar macht.

Müssingen Bürgerstigtung Gartenliege

Doch damit nicht genug: Fast zeitgleich konnte der Heimatverein Einen-Müssingen ein weiteres Projekt für den Ort realisieren. Am östlichen Ortseingang, direkt am beliebten Radwanderweg von Warendorf nach Müssingen – dem sogenannten „Alten Münsterweg“ – lädt seit Kurzem ein neuer Rastplatz zum Verweilen ein.

In Zusammenarbeit mit der Warendorfer Bürgerstiftung wurde dort eine hochwertige Premium-Gartenliege der Firma Forged Garden aufgestellt. Sie bietet Radfahrern, Spaziergängern und Wanderern die Möglichkeit, eine kleine Pause einzulegen und die Natur rund um Müssingen zu genießen.

„Die Liege ist bereits die achte ihrer Art im Stadtgebiet“, berichtet Hubert Schulze Althoff vom Vorstand der Warendorfer Bürgerstiftung. Ziel sei es, attraktive Aufenthaltsorte zu schaffen und die Naherholung in den Ortsteilen weiter zu stärken.

Für den Heimatverein ergänzt die neue Gartenliege die Aufwertung des Ortseingangs auf ideale Weise. Während die neue Stele Besucher willkommen heißt und die Identifikation mit dem Dorf stärken soll, schafft die Liege einen Ort zum Ausruhen, Begegnen und Genießen.

So sind innerhalb kurzer Zeit gleich zwei sichtbare Zeichen entstanden, die Müssingen noch lebenswerter machen und zeigen, was durch ehrenamtliches Engagement und die Zusammenarbeit verschiedener Partner möglich ist.

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