10. April 2018 / Allgemein

Anfang vom Ende oder Ende vorm Anfang?

Kaufmannschaft Warendorf schreibt Mitglieder an

Anfang vom Ende oder Ende vorm Anfang?

Anfang vom Ende oder Ende vorm Anfang?

Das heutige Mitgliederanschreiben der Warendorfer Kaufmannschaft hat eingeschlagen wie eine Bombe: Die Kaufmannschaft steht vor der Auflösung! Im Schreiben wird zu einer besonderen Mitgliederversammlung eingeladen auf der, Zitat: „wir einen Schlusspunkt unter die bestehende Kaufmannschaft setzen und den Startschuss für einen Neuanfang geben möchten“.

Es stellt sich natürlich die Frage des „Warum?“. Bekannt ist, dass die Warendorfer Kaufmannschaft – und da ist sie nicht die einzige – bereits seit Jahren immer wieder Probleme hat, Mitglieder für verantwortungsvolle Posten zu motivieren. Denn die Arbeit ist ehrenamtlich, sprich: ohne weitere Entlohnung. Und Geschäftsleute die in ihrer Firma Verantwortung tragen, tun sich oft schwer, die zusätzliche Zeit und Kraft für Weiteres aufzubringen. Zudem trägt das mangelnde Engagement vieler Mitglieder nicht gerade zur Motivation williger Kandidaten bei.

Die Versammlung findet am Montag, 23. April, ab 19:00 Uhr bei der Volksbank statt. Sollte bei den Vorstandswahlen kein Vorstand zustande kommen, so wird gemäß Punkt 5 der Tagesordnung „Antrag auf Auflösung der Warendorfer Kaufmannschaft“ gestellt. Dazu ist allerdings notwendig, dass zwei Drittel der Mitglieder überhaupt bei der Versammlung anwesend und stimmberechtigt sind.

Doch das vermeintliche Ende soll, so geht aus dem Mitgliederanschreiben hervor, zugleich ein neuer Anfang sein. Man wolle einen Abschluss setzen, „aber nicht ohne eine Perspektive“. Was das bedeutet bleibt in einem gewissen Nebel und näheres war auch aus den Kreisen der Kaufmannschaft nicht in Erfahrung zu bringen. Die Vorsitzende, Anja Kuschinski, weilt in einem, sicherlich hochverdienten, Urlaub. Ein zweiter Vorsitz ist nicht vorhanden, namhafte Mitglieder anzurufen endete in langen Klingeltönen. Einzig Torsten Krumme, Schriftführer und hauptberuflicher Wirtschaftsförderer der Stadt, war erreichbar und verwies auf das veröffentlichte Schreiben. Bürgermeister Axel Linke, der gestern und heute nicht in Warendorf war, sei bereits gestern informiert worden und habe „die Mail sicherlich gelesen“.

Fakt ist: Findet sich keine Mehrheit, bzw. sind zu wenige Mitglieder anwesend, kann sich die Kaufmannschaft nicht auflösen. Ob das die Arbeit im Sinne der Stadt, der Kunden und der Touristen verbessert, sei dahingestellt. Löst sie sich auf, könnten „frische Gedanken und neue Strukturen“, auf die der Vorstand hofft, die Zukunft gestalten.

Dies wäre, nachdem bereits das Stadtmarketing aufgelöst wurde, zu hoffen und zu wünschen. Warendorf muss sich besser präsentieren, damit nicht jeder Nachbarort und jede Shoppingwebseite  attraktiver sind als die alte Hansestadt, die heute als Kreisstadt eine wichtige Funktion einnimmt und als Pferdestadt deutschlandweit bekannt ist.

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