Warendorf - Schreckmoment am Montagvormittag mitten in der Warendorfer Innenstadt: Gegen 10 Uhr rückte die Feuerwehr zum Historischen Rathaus am Marktplatz aus. Was zunächst wie die routinemäßige Überprüfung einer ausgelösten Brandmeldeanlage begann, entpuppte sich tatsächlich als Entstehungsbrand. Eine Deckenleuchte im Obergeschoss war aufgrund eines technischen Defekts in Brand geraten. Dank der frühzeitigen Alarmierung konnte die Feuerwehr schnell eingreifen und größeren Schaden verhindern.
Die Feuerwehr Warendorf war nach dem Auslösen der automatischen Brandmeldeanlage mit dem Stichwort „Feuer Gebäude“ alarmiert worden. Da zu diesem Zeitpunkt noch völlig unklar war, ob tatsächlich ein Feuer ausgebrochen war, rückten die Einsatzkräfte entsprechend vorbereitet an. Vorsorglich wurde auch der Löschzug Freckenhorst mitalarmiert, der zunächst einen Bereitstellungsraum zwischen den Emsbrücken bezog.
Vor Ort zeigte sich schnell, dass die Brandmeldeanlage nicht ohne Grund angeschlagen hatte. Im Bereich eines Lagers im zweiten Obergeschoss war leichter Brandgeruch wahrnehmbar. Einsatzkräfte gingen unter Atemschutz in das Gebäude vor und entdeckten eine Stichflamme an einer Deckenleuchte.
„Es war ein technischer Defekt“, erklärte Einsatzleiter Burkhard Tovar. Der Angriffstrupp konnte die brennende Leuchte unmittelbar ablöschen und damit eine weitere Ausbreitung verhindern.
Zwischendecke wird vorsorglich geöffnet
Besondere Aufmerksamkeit galt anschließend der Zwischendecke. Die Feuerwehr musste ausschließen, dass sich das Feuer dort unbemerkt weiter ausgebreitet hatte. Gemeinsam mit einem Elektriker wurde der betreffende Bereich geöffnet und sorgfältig kontrolliert. Die Überprüfung brachte glücklicherweise keinen weiteren Befund.
Ein Eingreifen des Energieversorgers war nicht erforderlich. Nachdem die Einsatzstelle kontrolliert und die Brandmeldeanlage zurückgesetzt worden war, konnte das Historische Rathaus wieder an die Stadt übergeben werden. Ein Techniker der Gebäudewirtschaft blieb vor Ort, um die elektrische Anlage weiter zu überprüfen.
Auch Bürgermeister Peter Horstmann, der eigentlich beim Warendorfer Bürgerschützenfest unterwegs war, kam zum Rathaus und machte sich persönlich ein Bild von der Situation.
Bereits gegen 10.35 Uhr war der Feuerwehreinsatz beendet. Verletzt wurde niemand.
„Die Brandmeldeanlage hat Schlimmeres verhindert“
Für Einsatzleiter Burkhard Tovar steht fest, dass die frühzeitige Erkennung entscheidend war: „Die Brandmeldeanlage hat Schlimmeres verhindert.“
Der Einsatz mitten im Herzen der Warendorfer Altstadt zeigt damit eindrucksvoll, welchen Unterschied eine funktionierende Brandmeldeanlage machen kann. Der Rauchmelder hatte das Feuer bereits in seiner Entstehungsphase erkannt und die Feuerwehr alarmiert – noch bevor sich die Flammen möglicherweise über die Zwischendecke weiter ausbreiten konnten.
So blieb es am Montagvormittag bei einem kurzen Schreckmoment auf dem Warendorfer Marktplatz – und einem Feuerwehreinsatz, bei dem das Schlimmste verhindert werden konnte.













