13. August 2026 / Allgemein

Gelungene Premiere im neuen Warendorfer Stadtstadion:

Erstes Warendorfer Sprung- und Wurfmeeting wird zum gelungenen Auftakt im neuen Stadtstadion

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Erstes Warendorfer Sprung- und Wurfmeeting wird zum gelungenen Auftakt im neuen Stadtstadion
Warendorf - Manchmal lohnt sich ein Blick zurück ganz besonders: Rund vier Wochen ist es her, dass die Leichtathletikabteilung der Warendorfer Sportunion einen für sie ganz besonderen Tag erleben durfte. Mit dem ersten Warendorfer Sprung- und Wurfmeeting kehrte am 12. Juli nach rund 15 Jahren ein landesoffener stadionnaher Leichtathletikwettkampf nach Warendorf zurück. Rund 75 Athletinnen und Athleten aus der Region und sogar aus den Niederlanden nutzten die Gelegenheit, sich im neu sanierten Stadtstadion miteinander zu messen.

Bei bestem Sommerwetter standen Weitsprung, Dreisprung, Hochsprung und Kugelstoßen auf dem Programm. Doch für die Warendorfer Leichtathleten ging es an diesem Tag um weit mehr als Platzierungen, Weiten und Höhen. Die Premiere war gleichzeitig der Lohn für viele Jahre Engagement, Planung und Eigenleistung.

Lange Zeit fehlte in Warendorf eine geeignete Wettkampfstätte. Auch das frühere Stadion der Bundeswehr stand für entsprechende Veranstaltungen nicht mehr zur Verfügung. Mit der neuen Tartanbahn und den verbesserten Anlagen im Stadtstadion haben sich die Voraussetzungen nun grundlegend geändert.

Sechs Laufbahnen öffnen neue Möglichkeiten
Dass das neue Stadtstadion über sechs Laufbahnen verfügt, ist für die Leichtathletikabteilung dabei von besonderer Bedeutung. Ursprünglich waren lediglich vier Bahnen vorgesehen. Die Abteilung setzte sich jedoch intensiv dafür ein, die Anlage auf sechs Bahnen auszubauen. Ein Engagement, das sich auszahlen könnte: Sechs Laufbahnen sind eine wichtige Voraussetzung, damit künftig beispielsweise auch Kreismeisterschaften in Warendorf ausgetragen werden können.

Doch nicht nur bei der Laufbahn wurde viel investiert. Eine eigene Hochsprunganlage, die Kugelstoßanlage sowie ein Hürdenwagen mit den benötigten Hürden verbessern die Trainings- und Wettkampfbedingungen erheblich. Möglich wurde dies durch Sponsoren und Förderer sowie zahlreiche Stunden ehrenamtlicher Eigenleistung.

Niederländische Dreispringerin schafft in Warendorf ihre Norm
Wie attraktiv die neue Warendorfer Anlage bereits über die Region hinaus ist, zeigte eine besondere Geschichte bei der Premiere. Die niederländische Dreispringerin Djoriana Dormans meldete sich erst in der Nacht vor dem Wettkampf an. Am Vortag hatte sie die erforderliche Norm für die niederländischen Meisterschaften noch knapp verpasst.

In Warendorf erhielt sie kurzfristig eine weitere Chance – und nutzte sie. Mit 11,37 Metern erfüllte Dormans die benötigte Norm und belegte gleichzeitig den zweiten Platz im Dreisprung. Den Sieg holte sich Melanie Owczarski vom TV Wattenscheid 01 mit 12,37 Metern.

Auch in den weiteren Disziplinen wurden starke Leistungen geboten. Im Hochsprung der Männer überquerte Gero Faust vom TV Wattenscheid 01 die Höhe von 1,90 Metern. Niklas Everwin aus Warendorf schaffte 1,78 Meter.

Bei den Frauen erreichte Anna Vallo vom OSC Damme 1,58 Meter. Die Warendorferin Franka Wessel sicherte sich mit übersprungenen 1,55 Metern den ersten Platz in der Altersklasse WJU18.

Warendorfer Nachwuchs überzeugt
Auch im Weitsprung und Kugelstoßen konnten die heimischen Athletinnen und Athleten überzeugen. Pirmin Lilienbecker entschied das Kugelstoßen der Jugend M15 mit einer Weite von 12,17 Metern für sich.

Ebenfalls erfolgreich war Klara Hülshörster. Die W14-Athletin gewann mit 9,08 Metern das Kugelstoßen ihrer Altersklasse und zeigte mit 5,13 Metern auch im Weitsprung eine starke Leistung.

Rund 35 Helfer sorgen für einen gelungenen Wettkampftag
Dass die Premiere reibungslos über die Bühne ging, war nicht allein den Aktiven zu verdanken. Rund 35 Kampfrichterinnen, Kampfrichter und weitere Helfer waren im Einsatz und machten den Wettkampftag überhaupt erst möglich. Damit wurde das Meeting gleichzeitig zu einem eindrucksvollen Beispiel dafür, was ehrenamtliches Engagement im Sport bewirken kann.

Eine besondere Geschichte steckt hinter der neuen Hochsprunganlage. Als die Enkelin von Reinhard Horstmann aus Münster ihrem Großvater erzählte, dass sie keinen Hochsprung mehr machen könne, weil die notwendige Anlage fehle, wurde dieser kurzerhand aktiv. Mit seiner finanziellen Unterstützung half er der Warendorfer Leichtathletik bei der Anschaffung einer neuen Hochsprunganlage.

Auch die Familie Knemeyer und die Firma Tiefbau Nüßing unterstützten die Abteilung. Noch eine Woche vor der Premiere konnte dadurch die neue Kugelstoßanlage fertiggestellt werden. Die Weitsprunganlage wurde ebenfalls erweitert – hier packten die Mitglieder der Leichtathletikabteilung selbst mit an, damit die notwendige Wettkampflänge erreicht werden konnte.

„Für uns ein ganz besonderer Moment“
Entsprechend groß war die Freude nach dem ersten Wettkampf auf der neuen Anlage.

„Das erste Meeting war für uns ein ganz besonderer Moment“, lautet das Fazit der Leichtathletikabteilung. „Wir haben uns viele Jahre dafür eingesetzt, in Warendorf wieder vernünftige Bedingungen für Leichtathletikwettkämpfe zu schaffen. Jetzt konnten wir endlich zeigen, was mit der neuen Anlage möglich ist.“

Und die Premiere soll möglichst nur der Anfang gewesen sein. Erste Überlegungen für eine Fortsetzung gibt es bereits. Künftig könnte das Angebot um weitere Disziplinen ergänzt werden. Sogar ein eigener Staffelabend ist im Gespräch.

Damit könnte im Warendorfer Stadtstadion gerade ein neues Kapitel der heimischen Leichtathletik begonnen haben.

Die Leichtathletikabteilung der Warendorfer Sportunion bedankt sich ausdrücklich bei allen Sponsoren und Unterstützern sowie bei den Kampfrichterinnen und Kampfrichtern, Helfern, Mitgliedern und teilnehmenden Vereinen. Denn ohne ihr gemeinsames Engagement wäre die Rückkehr größerer Leichtathletikwettkämpfe nach Warendorf nicht möglich gewesen.

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