24. Juli 2018 / Allgemein

Hans Günter Winklers letzter Ritt

Trauerfeier im Stadion der Bundeswehrsportschule

Hans Günter Winklers letzter Ritt

Hans Günter Winklers letzter Ritt 

Verwunderte Autofahrer am Kreisel an der Dr.-Rau-Allee. Es war kein Weiterkommen Richtung Bundeswehrsportschule möglich. Denn hier lief ab ca. 13:15 Uhr der Trauerzug von der Legende Hans Günter Winkler entlang. Gestartet wurde an seinem Wohnsitz „Birkenhof“, bis hin zum Haupteingang der Bundeswehrsportschule, dann quer über das Gelände zum Stadion. Je länger der Trauerzug andauerte, desto mehr Menschen schlossen sich ihm an. Die Gemeinde schwoll immer mehr an, bis das Ziel endlich erreicht war.

Es war keine Trauerfeier im klassischem Sinne. Es versammelten sich Familie, Freunde und Bewunderer und zelebrierten bei schönstem Wetter sein Leben, sein Wirken und seine Leistungen. Bewusst wurde der 24.07. gewählt. An diesem Tag wäre Winkler 92 Jahre alt geworden. Er war außergewöhnlich und hat außergewöhnliches geleistet. So wurde er bereits mit 29 Jahren das Ehrenbürgerrecht der Stadt Warendorf verliehen. Damit repräsentierte er Warendorf als Pferdestadt. „Er hat maßgeblichen Anteil an ihrem heutigen Status“, wertschätzte Axel Linke, Bürgermeister von Warendorf, Winklers Engagement für die Stadt.

Bunt gemischt waren auch die weiteren Reden, zu Ehren des Verstorbenen. Vertreter des Pferdesportes durften nicht fehlen: DOSB-Präsident Alfons Hörmann erinnerte an den atemberaubenden Ritt auf „Halla“ und Ingmar De Vos, Präsident des Weltreiterverbandes, betonte, dass das Erbe und der Geist von Winkler auf Ewig weiterleben wird. 

Es wurden aber auch persönliche Worte über den Verstorbenen verlesen. Als enger Freund der Familie beschrieb Christian Graf von Plettenberg Winklers Leben mit einem Märchen, dass verfrüht zu Ende ging und übergab an die Musik mit dem Lied „Ich bete an die Macht der Liebe“, das sich Hans Günter Winkler explizit für seine Beerdigung gewünscht hatte.

Mehrere hundert Menschen waren im Stadion versammelt und schauten von der Tribüne hinab auf das Podest mit dem Sarg. Sie waren gekommen, um dem Sportler und Menschen auf seinem letzten Ritt zu begleiten. Eine Sportlegende ist am 9. Juli diesen Jahres von uns gegangen, sein Vermächtnis, seine Geschichte und seine Jugendförderung werden jedoch weiter andauern.

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