31. Juli 2018 / Allgemein

Jubel hat einen Namen

Uwe und Anika regieren Freckenhorst

Jubel hat einen Namen

Jubel hat einen Namen

Wer viel auf Schützenfesten unterwegs ist und dabei regelmäßig dem Vogelschießen beiwohnt, der glaubt den Jubel in allen seinen Formen zu kennen. Dieser Moment wenn der Vogel fällt, der Schütze sich freut, meist die Arme hochreißt und dann Laute der Freude ausstößt. Nicht immer laute Laute –  man ist ja in Westfalen.
Seit dem 30. Juli hat das Jubeln einen Meister und einen Namen: Uwe Rottenberg, König der Freckenhorster Bürgerschützen. Nach einem langen, schweiß- und nervenzehrenden Wettkampf mit elf weiteren Aspiranten – oder sollte man bei diesem Wetter eher „Transpiranten sagen? – durchdrang Rottenbergs Jubel um 15:04 Uhr den Festplatz und übertönte nahezu alles. Dieser Freudenausbruch war auch verständlich, schließlich hatte es nach 359 Schuss regulären Kalibers noch 39 (ein neuer Rekord) mit der sogenannten Königskugel gebraucht, um den störrischen Holzadler zu besiegen.
Noch bei der Krönung war dem Major und stellvertretenden Bataillonskommandeur der Adrenalinstoß anzusehen. Mehr als einmal drohten ihn die Gefühle zu übermannen. Mit seiner Frau und Königin Anika an seiner Seite präsentierte er sich dem Schützenvolk, das in ein fröhliches Lachen ausbrach als Präsident Matthias Kalthöner in seiner Rede erwähnte, wie Anika ihren Königsanwärter ermutigt hatte: „Auf gar keinen Fall!“ hatte sie ihm zugerufen, als sich das Gatter hinter den 12 Kandidaten schloss.
Die Krönungszeremonie, bei der Manuel und Inga Hartmeyer, Diana und Stefan Niewöhner, Björn und Claudia Maibaum sowie Jens und Yvonne Tietze in den Hofstaat aufgenommen wurden, bildete den Abschluss der Zeremonien auf dem umfangreichen Programm der Freckenhorster Bürgerschützen. Im besonderen Fokus der Bevölkerung standen dabei wie üblich die beiden Antreten auf dem Stiftsmarkt, die jeweils mit zahlreichen Ehrungen verbunden waren. Bereits am Sonntag erhielt Ulrich Röhrs für 55 Jahre aktive Mitarbeit den großen Verdienstorden am grün-weißen Band, die höchste Auszeichnung die der Bürgerschützenverein zu vergeben hat. Den großen Verdienstorden mit Lorbeerkranz erhielt „Bataillonsschneider“ Dieter Middendorf. Mit großen Verdienstorden wurden zudem Stefan Altefrohne, Heinz-Ulrich Dühlmann, Heinz Huesmann, Burchard Röhrs und Josef Wargel ausgezeichnet. Moritz Nüßing wurde als Kommandeur der Jungschützen verabschiedet und übergab Säbel und Kommandeursschild an Lukas Keßmann. Bei den Auszeichnungen für langjährige Mitgliedschaft wurden Burkhard Kraß, Klaus Halinde, Werner Röhrs, Wilhelm Stehmann und Karl Niemerg für stolze 60 Jahre Vereinszugehörigkeit ausgezeichnet.
Ein besonderes Augenmerk lag auf der neugegründeten Kindergarde, die mit circa 60 Mädchen und Jungen im Alter zwischen sechs und dreizehn Jahren mitmarschierten. Angesichts solcher Zahlen kann die Stiftsstadt sicher sein, auch in vielen Jahren noch ausreichend Nachwuchs für jubelnde Momente zu haben.

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