27. Februar 2020 / Allgemein

Neuer Förderantrag über 30 Mio. Euro

Glasfaser-Nachschlag für Gewerbegebiete und Schulen

Mit einem neuen Förderprojekt sollen 90 weitere Gewerbegebiete (rot auf der Karte) im Kreis Warendorf schnelle Glasfaseranschlüsse erhalten. Landrat Dr. Olaf Gericke, gfw-Geschäftsführerin Petra Michalczak-Hülsmann und Planungsdezernent Dr. Herbert Bleicher (r.) erläuterten den Förderantrag, der im Planungsausschuss beraten werden soll. – (Foto: Kreis Warendorf).

Wenn alles gut läuft, gibt es für den Kreis Warendorf einen Nachschlag beim Glasfaserausbau für schnelles Internet. In Abstimmung mit den 13 kreisangehörigen Städten und Gemeinden folgt der Kreis einem aktuellen „Sonderaufruf Gewerbe- und Industriegebiete“ des Bundes. Ziel des neuen Förderantrages über 30 Mio. Euro ist es, dass diejenigen Unternehmen berücksichtigt werden, die im laufenden Förderprojekt aufgrund der dort vorgesehenen Schwelle von unter 30 Mbit/s nicht berücksichtigt waren.

„Jetzt können alle Gewerbegebiete im Kreis Warendorf schnelles Internet bekommen“, sagt Petra Michalczak-Hülsmann, Geschäftsführerin der gfw – Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Warendorf. Landrat Dr. Olaf Gericke ergänzt: „Auch weitere Schulen im Kreis können durch das neue Förderprojekt eine Glasfaser-Versorgung erhalten.“

Bekanntlich ist im Kreis Warendorf für 160 Millionen Euro Fördermittel ein Programm für den Glasfaserausbau angelaufen, von dem 13.500 private Haushalte, 2100 Gewerbebetriebe und 50 Schulen profitieren. Durch den Sonderaufruf werden rund 1000 weitere Betriebe in etwa 90 Gewerbegebieten im Kreis Warendorf versorgt. Nach ersten Schätzungen betragen die zu fördernden Investitionskosten 30 Mio. Euro. Der Eigenanteil des Kreises dürfte bei zehn Prozent liegen, der Rest wird von Bund und Land gefördert, um die Wirtschaftlichkeitslücke zu den Einnahmen der Telekommunikationsfirmen aus den Geschäftskundenanschlüssen zu schließen.

Ein entsprechender Beschluss des Kreistages wird jetzt auch für Schulen vorbereitet und wird am 28. Februar ebenso wie der Sonderaufruf für Gewerbegebiete im Ausschuss für Wirtschaft, Umwelt und Planung des Kreises beraten. „21 weitere Schulen können damit ans schnelle Internet angeschlossen werden. Danach wären alle 112 Schulen im Kreis gigabitfähig“, sagt Planungsdezernent Dr. Herbert Bleicher.

Landrat Dr. Olaf Gericke: „Das gigabitfähige Netz ist ein entscheidender Faktor für unsere Infrastruktur. Der Glasfaserausbau gehört zu den stärksten Investitionen in der Geschichte des Kreises Warendorf und ist das derzeit in Deutschland größte Projekt dieser Art. Wir wollen keine lahmen Anschlüsse, sondern schneller sein als andere.“

 

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