10. Februar 2018 / Allgemein

Plötzlich rennen alle los

Feuerwehr Milte Hauptversammlung

Plötzlich rennen alle los

Plötzlich rennen alle los

Eigentlich sollte es eine ganz normale Jahreshauptversammlung des Löschzugs Milte werden – eigentlich. Aber es kam anders. Nicht nur, dass die Kameraden wegen eines Einsatzes die Versammlung erst 17 Minuten nach der geplanten Zeit eröffnen konnten – sie dauerte auch nur knapp 30 Min, da ertönte ein durchdringendes Piepen aus zahlreichen Alarmmeldern. Keine 15 Sekunden später hatten viele der Kameraden den Versammlungsraum verlassen und stiegen in die Uniformen und Fahrzeuge, um zum Einsatzort zu eilen. Einige weitere Sekunden später erneutes Piepen. Nachalarmierung, Vollalarm. Auf der Vinnenberger Straße brannte ein PKW, möglicherweise Menschenleben in Gefahr.

Letzteres bewahrheitete sich glücklicherweise nicht. Trotzdem dauerte es eine Weile, bis die Kameraden den Einsatz beenden und zum Gerätehaus zurückkehren konnten, um die Versammlung an jenem Punkt fortzusetzen, wo sie so jäh unterbrochen worden war.

Ralf Schwienhorst nahm seinen Faden wieder auf und setzte den Jahresbericht fort, mit dem er nach den eröffnenden Worten und Jahresrückblick von Löschzugführer Christoph Evermann begonnen hatte. Er konnte mit beeindruckenden Zahlen aufwarten. Nimmt man die 620 Einsatzstunden der 39 Einsätze, 72 Stunden Brandwachen und 1608 Stunden bei Übungsabenden zusammen, weist die Statistik für den Löschzug Milte eine Gesamtzahl von 2300 Einsatzstunden auf. Im Schnitt etwa 52 Stunden (oder anders gesagt 7 Arbeitstage) die jeder Kamerad in 2017 für die Feuerwehr aufgebracht hat. Offiziell. Wie immer nicht mitgezählt die vielen Stunden für Weiterbildung und andere Aufgaben, die in der Statistik erst gar nicht erfasst werden. Alles unentgeltlich und ehrenamtlich. Gott zur Ehr', dem Nächsten zur Wehr!

44 Kameraden sind im Löschzug Milte tätig, der damit, so Evermann in seiner Rede, gut aufgestellt ist. Das Durchschnittsalter der Einsatzabteilung liegt bei 37,9 Jahren. Die Ehrenabteilung, für die Willi Reckhorn den detaillierten Jahresbericht verlas, umfasst 14 Mitglieder.

Wie erwartet wurde der Vorstand auf Vorschlag von Kassenprüfer Stefan Mönnigmann, der mit Bernd Strotmann die von Chris Düsterhues geführte Kasse geprüft hatte, entlastet. Die für die Generalversammlung angesetzten Wahlen konnten sämtlich ohne geheime Abstimmung abgehalten werden. Und das sicher nicht nur wegen der fortgeschrittenen Stunde und des bereits wartenden Essens, sondern sicher auch wegen der spürbar guten Atmosphäre im Löschzug, aus der ein starkes kameradschaftliches Vertrauen spricht. Marcel Sendker und Stefan Mönnigmann wurden für zwei Jahre in den Festausschuss gewählt. Neuer Kassenprüfer ist Sebastian Freise. Zum weiteren stellvertretenden Zugführer wurde Andre Hovestadt gewählt, Henrik Kuhlage und Stefan Mönnigmann zu stellvertretenden Gruppenführern. Neu in den Löschzug aufgenommen wurden Michelle Hagemeyer und Nikolas Seibring.

Bei den Ehrungen zeichneten zunächst die anwesenden Wehrführer die erfolgreichen Teilnehmer des Leistungsnachweises, sowie deren Gruppenführer aus. Marvin Sendker (1x) erhielt Bronze, Frank Wöstmann (3x) Silber und Martin Auf der Lanwer (5x) Gold. Martin Borgmann und Christoph Jürgens waren bei allen Übungsabenden des Jahres 2017 anwesend. Nur einmal fehlten Jonathan Borgmann, Andre Jost Dahlhoff, Marvin Sendker und Daniel Volmer. Alle genannten erhielten ob dieser Leistung ein Präsent von der Zugführung.

Besonders geehrt wurden die ehemaligen Löschzugführer Roland Danwerth und Josef Zur Wickern. Beide sind vor 40 Jahren in die Feuerwehr eingetreten. Auch sie erhielten dafür ein kleines Präsent. Hermann Josef Auf der Lanwer ist bereits seit 50 Jahren Mitglied, konnte seine Ehrung aber leider nicht persönlich entgegennehmen. Löschzugführer Christoph Evermann versprach, ihm eine Abordnung des Löschzugs nebst Präsent vorbeizuschicken.

Dankende Worte sprachen sowohl Dr. Hermann Mesch im Namen des Rates der Stadt, sowie Wehrführer Christof Amsbeck, der in seiner Rede die Frage beleuchtete, warum Menschen sich für das Ehrenamt, speziell in der Feuerwehr, engagieren.

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