17. Mai 2018 / Allgemein

Rettungskräfte in Gefahr

oder ist in Warendorf noch alle in Ordnung

Rettungskräfte in Gefahr

Rettungskräfte in Gefahr –

oder ist in Warendorf noch alle in Ordnung

Kontroverse Diskussionen wurden gestern Abend im Emshof geführt. Die CDU hatte zu einem brisanten Thema geladen „Wer hilft den Helfern?“. Ein Thema, dass in der Presse und der gesamten Öffentlichkeit polarisiert und diskutiert wird. An diesem Abend berichteten Betroffene und standen den Leuten Rede und Antwort. Dr. Olaf Gericke, Landrat, berichtete von von steigenden Aggressionsdelikten, teilweise sogar professionell durchgeführte Angriffe auf Helfer. Doch woran liegt das? „Das Phänomen ist schwer zu verstehen.“, räumte Kreisdechant Peter Lefers ein. „Äußere Einflüsse, wie die Tageszeit, der Wochentag und der Alkoholkonsum steigern jedoch nachweislich die Aggressionsbereitschaft.“ Während sich das Podium überwiegend angegriffen sah und Vorkehrungen treffen wollte, gab es kritische Stimmen aus dem Publikum. Das Problem sollte an den Wurzeln gepackt werden, anstatt oberflächlich bekämpft zu werden. Mehrere Besucher sahen die Schwierigkeit im Bereich der Familie. Der Zerfall der Familie führe zu fehlenden Respekt. Bereits Kinder hätten entsprechend Autoritätsprobleme. Schwierigkeiten, die auch Martin Stählker von der Feuerwehr allzu gut kennt. Gaffer stören die Arbeit, stürmen zu den Unfällen, Bränden u.ä. um sie als erstes im Social Media teilen zu können. Wo früher eine Uniform ausreichte, um den Leuten Respekt einzuflößen, löst dies teilweise Beleidigungen hervor. Laut Holger Niemeyer, Sachgebietsleiter für Sicherheit und Ordnung bei der Stadt Warendorf, waren in der Vergangenheit die verbalen Auseinandersetzungen häufiger als die körperlichen. „Wir sind nicht die Insel der Glückseligkeit, aber im Gegensatz zu Städten ist das in Ordnung.“ Daher konnten die Verantwortlichen dem Publikum die Frage nach den neueren Bodycams nicht beantworten. „Wir sehen keine Notwendigkeit, so etwas bei uns einzuführen.“, so Niemeyer weiter. Der Landrat forderte hingegen ein Bündel an Maßnahmen: Vorgesetzte, die sich für die Mitarbeiter stark machen, mehr Fortbildungen für das Personal und bessere Ausrüstung sind dabei nur wenige Punkte. 

Insgesamt konnte in der Runde keine abschließende Erklärung dafür gefunden werden, weshalb die Bevölkerung gerade gegenüber den Menschen, die ihnen helfen sollen, eine immer höhere Gewaltbereitschaft entwickelt. Podium wie Publikum waren sich jedoch einig, dass man sich auf die Grundwerte der Menschheit stützen sollte. Während das Plenum die Politik forderte, in den Einrichtungen für Kinder Unterricht einzuführen, damit für das spätere Leben das Bewusstsein gestärkt wird, sind die betroffenen Rettungsdienste damit beschäftigt, ihre Mitarbeiter so gut es geht zu schützen.

Namen auf dem Bild v.l.n.r. 
Martin Schäpermeier und Thorsten Köster als Moderatoren, Landrat Dr. Olaf Gericke, Peter Lenfes (Kreisdechant) Holger Niemeyer (Sachgebietsleiter der Stadt Warendorf), Josef Weil (Geschäftsführer bei den Maltesern), Jens Peters (Geschäftsführer Rotes Kreuz Warendorf), Martin Stähler (Feuerwehr)

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