21. August 2022 / Allgemein

Schützenfest im Golddorf

Martin Bütfering ist neuer Regent in Hoetmar

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Schützenfest im Golddorf

Martin Bütfering ist neuer Regent in Hoetmar

Bei herrlichem Sonnenschein ist Martin Bütfering am Sonntagabend zur neuen Majestät es Schützen- und Heimatvereins Hoetmar gekrönt worden. In einer feierlichen Zeremonie erinnerte der neue Zeremonienmeister Stefan Brinkmann, wie es Bütfering rund 24 Stunden zuvor um 16.50 Uhr mit dem 407. Schuss gelungen war, den hölzernen Adler fliegen zu lassen. „Spontane Ideen sind manchmal die besten“, sagte Brinkmann mit Blick darauf, dass Bütfering am Frühstückstisch noch nicht geplant hatte, auf den Adler anzulegen. Dabei habe er bereits als Corona-König in seinem Kegelclub „Die Experten“ bewiesen, wie viel Schützenblut in seinen Adern fließe.

     An der Seite des 55-jährigen Biolandwirts regiert Ehefrau Karin sowie der Hofstaat Norbert und Christiane Eickhoff, Jürgen Lilienbecker und Simone Herweg Lilienbecker, Willi Flaßkamp und Melanie Herweg-Lilienbecker sowie Hubert und Birgit Sickmann. Die neue Majestät kommt übrigens wie sein Vorgänger Stephan Wiggeringloh aus der Bauerschaft Wessenhorst. Letzterer wurde für seinen Einsatz um den Schützen- und Heimatverein mit dem Verdienstorden ausgezeichnet und wird corona-bedingt als einer der Könige mit der längsten Regentschaft in die Geschichte eingehen.

     Freuen durften sich auch der neue Hampelmannkönig Stephan Werdelhoff sowie Jungschützenkönig Niklas Hustert. Beide feierten ihren Coup an der Vogelstange am Abend intensiv in ihren Formationen. Der neue Hampelmannkönig ließ es sich aber nicht nehmen, mit Mario Liermann, Tobias Povel und Jannis Sickmann den Fahnenschlag der Ehrengarde zu zeigen. Zudem gab der Fanfarenzug Milte unter der Leitung von Burkhard Schulte Wien eine Einlage. Abends wurde im Zelt ein rauschender Königsball mit Livemusik der Band „Motion“ und Tanzeinlage der Damengarde gefeiert.

 


Der Schützen- und Heimatverein hat den Frühschoppen genutzt, um langjährige und verdiente Mitglieder zu ehren. Den besonderen Verdienstorden erhielten mit Andreas Mestrup und Heiner Thüsing zwei Schützenbrüder, wie sie im Buche stehen. Während Mestrup von 2008 bis 2020 das Amt des Zeremonienmeisters prägte, war Thüsing seit 1986 Schießwart und zuvor zehn Jahre Fahnenträger. Theo Fleuter vergas als Vorsitzender des Schützen- und Heimatvereins aber auch nicht, die große Unterstützung durch Sonja Mestrup und Hedwig Thüsing hervorzuheben.

     „Wir haben eine tolle Truppe und arbeiten gut zusammen“, lobte Theo Fleuter sein Team. Am Sonntag war es Zeit, vier von ihnen mit dem großen Verdienstorden auszuzeichnen: Markus Mestrup als stellvertretenden Vorsitzenden, Kassiererin Dorothee Krumbeck, Ansgar Drees als Vorsitzenden des Heimatvereins und die langjährige Kommandeurin der Damengarde Judith Lilienbecker. Das Quartett hat sich in zahlreichen weiteren Funktionen um den Verein verdient gemacht und bekam den verdienten Applaus. Den Verdienstorden erhielt Frank Liermann, seit 2016 Schriftführer und zuvor drei Jahre Kommandeur der Jungschützen.

     Doch was wäre ein Verein ohne seine Mitglieder. Nichts. Nach guter Sitte wurden daher folgende Schützen mit Erreichen des 65. Lebensjahres zu Ehrenmitgliedern ernannt: Josef Terharen, Theodor Herweg, Heiner Thüsing, Heinz Bökamp, Kurt Kleineniggenkemper, Ludger Althoetmar, Bernhard Weppel, Wolfgang Jerke und Helmut Lehmann. Seit 25 Jahren Mitglied im Verein sind Elke Wildemann, Martina Recker, Bernd Mestrup, Mike Barth, Bernd Dollmann, Andre Holtrup, Carsten Recker, Corinna Deisting, Anne Möller, Werner Hiltrop und Josef Kaiser,

     Eine Zeitreise zu den Schützenfestens 1972 und 1997 unternahm Zeremonienmeister Stefan Brinkmann. Der „Zeri“ berichtete aus Protokollen und Zeitungsberichten von den Festen und die Regentschaften von Peter Tillkorn und Ulla Thiemann (geborene Averbeck) vor 50 Jahren sowie Ludger und Christel Wessel geehrt.

     Theo Fleuter appellierte während des Frühschoppens an alle Mitglieder, sich für das Dorf einzusetzen: „Hoetmar ist nichts ohne uns. Wir sind das Dorf.“ Er sei froh, dass trotz der noch nicht überwundenen Corona-Pandemie Gemeinschaft wieder erlebbar sei. Jedoch könne es nur gemeinsam gelingen, das Dorf sukzessive weiterzuentwickeln. 

     Dies fand auch Ansgar Drees. Der Vorsitzende des Heimatvereins berichtete von aktuellen Projekten und machte Werbung für den Tag des offenen Denkmals am 11. September. An diesem Tag würden die Wallfahrtskapelle und ehemalige Schule in Buddenbaum ihre Türen öffnen. Am 24. September findet der Lambertus-Umzug statt und ebenso sei ein Schnatgang mit den Freckenhorster Bürgerschützen geplant.

     Grüße von Rat und Verwaltung überbrachte Doris Kaiser als stellvertretende Bürgermeisterin. Sie wünschte sich, dass die Hoetmarer sich weiterhin für ihr Dorf einsetzen und einen Weg finden, um Tradition zu wahren und neue Wege zu gehen. Zudem gab es beim Frühschoppen ein Konzert der Gebrasa aus Sassenberg und eine große Tombola. Stimmungsvoller Höhepunkt war, als das Hoetmarer Heimatlied angestimmt wurde. Zudem sprach Theo Fleuter Pfarrdechant Manfred Krampe aus, der das Hochamt am Schützenfestsonntag wieder in das Zelt verlegte. Die Jagdhornbläser aus Warendorf, Freckenhorst und Hoetmar zeichneten für die musikalische Begleitung verantwortlich.

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