Mayla, Constantin und Tom (v.l.) helfen seit Mitte Januar jeweils donnerstags für einige Stunden beim Warenkorb. Die Jugendlichen besuchen die Gesamtschule Weiße Rose in Warendorf. Im Rahmen des neu eingeführten Faches Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) engagieren sich die Schüler für das Ziel „Kein Hunger“. Der Caritas-Warenkorb ist für die drei ein gutes Projekt, um dieses Ziel umzusetzen.
Jugendliche engagieren sich für den Warenkorb
Schulprojekt wird zur Herzenssache: Einsatz gegen Hunger
Warendorf - Drei Jugendliche, ein klares Ziel: „Warendorf ein Stück besser machen“. Mit beeindruckendem Engagement setzen sich Mayla Paschel (12), Constantin Tönges (13) und Tom Leenen (13) seit Mitte Januar für den Warenkorb des Caritasverbandes im Kreisdekanat Warendorf ein.
Jeden Donnerstagvormittag tauschen die Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse der Gesamtschule Weiße Rose das Klassenzimmer gegen praktische Hilfe: Sie sortieren Obst und Gemüse, räumen Regale und Kühltheken ein, prüfen Lebensmittel und stellen Körbe für Bedürftige zusammen. Beim Warenkorb erhalten Menschen mit geringem Einkommen für kleines Geld Lebensmittel – ein Angebot, das auf Unterstützung angewiesen ist.
Auf das Projekt aufmerksam wurden die drei im Rahmen des Schulfachs „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE). Aufgabe war es, eines der globalen Entwicklungsziele auszuwählen und ein eigenes Projekt dazu zu entwickeln. Die Entscheidung fiel auf das Ziel „Kein Hunger“. „Wir haben einfach gefragt, ob wir mithelfen können“, berichtet Constantin. Mit Erfolg: Seitdem sind sie fester Bestandteil des Teams.
Die Unterstützung kommt gut an. „Die Jugendlichen sind eine große Hilfe für uns“, betont Ehrenamtliche Ingrid Schultenkemper. Auch bei den Schülerinnen und Schülern selbst ist die Begeisterung groß. So groß, dass sie sogar in den Ferien weitermachen möchten.
Neben der praktischen Hilfe nehmen die Jugendlichen auch persönliche Erfahrungen mit. „Ich achte jetzt viel mehr auf Lebensmittel“, sagt Tom. Mayla sensibilisiert bereits ihr Umfeld für Mülltrennung und Nachhaltigkeit. Für alle drei steht fest: Helfen macht nicht nur Sinn, sondern auch Spaß.
Möglich gemacht wurde ihr Einsatz durch eine flexible Lösung mit der Schule – Unterrichtsstoff wird eigenständig nachgearbeitet. Ob das Engagement auch nach den Ferien weitergeführt werden kann, wird derzeit noch entschieden.
Kathrin Wiggering vom Caritasverband, zuständig für Gemeindecaritas und „youngcaritas“, zeigt sich begeistert: „Das Projekt zeigt, wie sehr sich junge Menschen für soziale Themen begeistern lassen.“ Es passt damit perfekt zu einem neuen Projektkatalog des Verbandes, der Schulen rund 30 soziale Initiativen zur Auswahl stellt.
Das Engagement von Mayla, Constantin und Tom ist ein starkes Beispiel dafür, wie junge Menschen Verantwortung übernehmen – und ihre Stadt ein Stück besser machen.













