Helden des Alltags: Müllwerker sorgen täglich für saubere Städte
Wenn die Stadt erwacht, haben sie längst begonnen
Kreis Warendorf – Während viele Menschen morgens noch beim Frühstück sitzen oder auf dem Weg zur Arbeit sind, haben Andreas Matiak und Stefan Peitz bereits mehrere Straßen hinter sich gebracht. Die beiden Müllwerker der ECOWEST LOGISTIK sorgen gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen Tag für Tag dafür, dass Abfälle zuverlässig entsorgt werden und unsere Städte und Gemeinden sauber bleiben.
Anlässlich des Tages der Daseinsvorsorge am 23. Juni rückt der ECOWEST VERBUND die Menschen in den Mittelpunkt, die oft im Hintergrund arbeiten, deren Einsatz für das tägliche Leben jedoch unverzichtbar ist.
Der Arbeitstag beginnt für die Teams bereits um 6 Uhr morgens am Recyclinghof am Landhagen in Oelde. Nach einer kurzen Besprechung starten die Fahrzeuge in Richtung Oelde, Ennigerloh, Sassenberg und weiterer Orte der Region. Auf dem Plan stehen Rest- und Bioabfall, Altpapier, Sperrmüll sowie Elektroschrott.
Für Andreas Matiak bedeutet das viele Stunden körperlicher Arbeit. Haus für Haus, Straße für Straße leert er die Mülltonnen. Dabei springt er unzählige Male auf und vom Trittbrett des Fahrzeugs, bewegt schwere Behälter und legt täglich mehrere Kilometer zurück – bei jedem Wetter.
„Man gewöhnt sich an alles“, sagt Matiak mit einem Lächeln. Besonders freut ihn die Wertschätzung vieler Bürgerinnen und Bürger. Gerade an heißen Tagen erhalten die Müllwerker immer wieder kleine Aufmerksamkeiten. „Mir sind schon Menschen hinterhergefahren und haben mir eine Tafel Schokolade oder ein kühles Getränk gebracht. Das motiviert und zeigt, dass unsere Arbeit gesehen wird“, berichtet er.
Nach einer kurzen Frühstückspause werden die Aufgaben getauscht. Nun übernimmt Andreas Matiak das Steuer, während Stefan Peitz die Tonnen einsammelt. Beide sind gelernte Kfz-Mechaniker und haben sich bewusst für die Arbeit in der Abfallwirtschaft entschieden.
„Wenn wir unterwegs sind, arbeiten wir eigenverantwortlich und können uns aufeinander verlassen. Wir sind ein eingespieltes Team“, erklärt Peitz. Die Abläufe sitzen perfekt. Jeder Handgriff erfolgt routiniert, während die großen Entsorgungsfahrzeuge durch die Straßen rollen.
Besonders die jüngsten Zuschauer verfolgen das Geschehen oft mit großer Begeisterung. Viele Kinder warten morgens gespannt am Fenster oder Gartenzaun und beobachten fasziniert die Arbeit der Müllwerker. „Es ist schön zu sehen, wie sehr sich die Kinder für unsere Fahrzeuge und unsere Arbeit interessieren“, erzählt Peitz.
Gegen 13.30 Uhr ist das Fahrzeug vollständig beladen. Die letzte Station des Tages führt die beiden zum Entsorgungszentrum nach Ennigerloh. Dort zeigt die Waage das Ergebnis eines langen Arbeitstages: Fast zehn Tonnen Restabfall haben sie gesammelt. Der Abfall wird anschließend weiterverarbeitet und als umweltfreundlicher Brennstoff genutzt.
Um 14.30 Uhr endet der Arbeitstag wieder am Recyclinghof in Oelde. Doch lange bleibt keine Zeit zum Ausruhen. Schon am nächsten Morgen sind Andreas Matiak und Stefan Peitz erneut unterwegs – damit die Städte und Gemeinden im Kreis Warendorf sauber bleiben.
Der Tag der Daseinsvorsorge erinnert daran, wie wichtig diese Arbeit für die Gesellschaft ist. Denn was für viele selbstverständlich erscheint, ist das Ergebnis des täglichen Einsatzes zahlreicher Menschen, die oft im Hintergrund arbeiten und dennoch einen unverzichtbaren Beitrag für das Zusammenleben leisten.













