Zeitkapseln nach fast 50 Jahren geborgen
Historische Funde erinnern an Feuerwehrgeschichte in Telgte
Ein besonderer Moment für die Feuerwehr Telgte: Zwei Zeitkapseln, die vor fast 50 Jahren in den Erweiterungsbau der Feuerwache in der Ritterstraße eingemauert wurden, sind nun geborgen worden. Enthalten waren zwei Zeitungsausgaben vom 8. März 1976, D-Mark-Münzen sowie Urkunden mit den Namen der damaligen Feuerwehrleute.
Die Öffnung der Kupferröhren erfolgte durch Löschzugführer Nikolaus Kreienbäumer. Bürgermeister Wolfgang Pieper sprach von einem „spannenden Moment“. Für die Feuerwehr markiert die Bergung das Ende einer Ära – nach dem Umzug in das neue Gerätehaus 2015 war bis Oktober 2024 noch ein Fahrzeug an der alten Wache stationiert.
Heiko Dreesen, Chronist der Telgter Feuerwehr, erinnerte an die lange Geschichte: Seit 1885 gibt es die Freiwillige Feuerwehr in Telgte, seit 1898 hatte sie ihren Standort an der Ritterstraße. 1960 wurde neu gebaut, 1976 erweitert. Nun steht der Abriss des Gebäudes bevor – Eigentümer Volksbank plant einen Neubau.
Der geborgene Inhalt der Zeitkapseln wird im Kreisarchiv aufbewahrt. Kreisarchivar Frank Schirrmacher betonte: „Wir werden alles so lagern, dass es auch in 200 Jahren noch erhalten bleibt.“ Interessierte können die Fundstücke dort besichtigen.
Vor Ort nutzten die Gäste direkt die Gelegenheit, sich die Münzen, Urkunden und Zeitungen anzusehen. Dabei wurde Geschichte plötzlich lebendig – bekannte Namen auf den Dokumenten, vertraute Schlagzeilen und das Gefühl einer längst vergangenen Zeit.













