6. April 2023 / Aus aller Welt

Antarktis-Eis im März deutlich unter Durchschnitt

Der vergangene März war weltweit der zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Folgen sind auch bei der Ausdehnung des Meereises zu sehen.

Im März war es zu warm - das wirkt sich auch auf das Meereis in der Antarktis aus.

Die Ausdehnung des Meereises in der Antarktis hat im März fast 30 Prozent unter dem für den Monat üblichen Durchschnitt gelegen. Dies war der zweitniedrigste Stand für einen März, nachdem für Februar bereits ein Rekordtief gemessen worden war, wie der EU-Klimawandeldienst Copernicus am Donnerstag mitteilte. Auch in der Arktis lag die Ausdehnung unter dem Durchschnitt. «Klima-Monitoring ist notwendig, um diese rapiden und anhaltenden Veränderungen an beiden Polen zu verstehen», sagte die Vize-Direktorin des Dienstes, Samantha Burgess, einer Mitteilung zufolge.

Zum Vergleich ziehen die Copernicus-Experten Daten aus dem Referenzzeitraum der Jahre 1991 bis 2020 heran. Mithilfe von Messungen und Satellitenbildern dokumentieren sie regelmäßig die Auswirkungen der fortschreitenden menschengemachten Erderwärmung.

Zweitwärmster März seit Aufzeichnungen

Weltweit war der vergangene März demnach der zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. Im Süden und in Mitteleuropa lagen die Temperaturen deutlich über dem Durchschnitt, während sie im Norden Europas oft darunter lagen. In Nordafrika, Teilen Russlands und dem Großteil Asiens war es im März ebenfalls wärmer als üblich, vielerorts wurden neue Temperaturrekorde gemessen.

Auch zunehmende Wetterextreme zeigten sich im März: Die Iberische Halbinsel erlebte Copernicus zufolge deutlich trockenere Bedingungen als für die Jahreszeit üblich, was teils zu Waldbränden führte. In Teilen der USA und Asiens sowie Afrika erlebte man hingegen deutlich mehr Nässe, was teils zu Überschwemmungen führte.


Bildnachweis: © Cover Images/Zuma Press/dpa
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