23. Juni 2024 / Aus aller Welt

Ausgefallene Deko: Dino mit besonderem Hornschmuck entdeckt

Im Norden der USA finden Forscher Überreste eines bisher unbekannten Dinosauriers. Seine Hörner erinnern an einen nordischen Gott - das hat auch die Namensgebung inspiriert.

Der Dinosaurier mit seinen auffälligen Hörnern soll vor 78 Millionen Jahren durch Nordamerika gestreift sein.

In den Sümpfen des heutigen US-Bundesstaats Montana stapfte einst ein seltsamer Dino umher. Der rund fünf Tonnen wiegende Saurier trug einen bizarren Hornschmuck auf dem Kopf, wie ein Forschungsteam im Fachmagazin «PeerJ» berichtet. 

Der Pflanzenfresser hatte demnach flache, geschwungene Hörner an seinem Nackenschild und weitere asymmetrische Hörner auf der Spitze des Schilds. Zudem strebten über den Augen zwei weitere große Hörner in die Höhe. Sein Name Lokiceratops rangiformis («Lokis gehörntes Gesicht, das wie ein Karibu aussieht») wurde den Forscherinnen und Forschern zufolge von der nordischen Mythologie inspiriert. Dort ist der Loki der Gott der Hinterlist und Lüge. 

Der Gestaltwandler wird immer wieder auch mit Hörnern dargestellt. Auch in der Popkultur ist Loki eine beliebte Figur und inspirierte unter anderem eine gleichnamige «Marvel»-Serie mit Hauptdarsteller Tom Hiddleston. Der zweite Name, rangiformis, bezieht sich auf die unterschiedliche Länge der Hörner an der Spitze des Halsschilds, ähnlich wie bei den asymmetrischen Geweihen von Karibus und Rentieren. 

Ein Verwandter des Triceratops

Lokiceratops rangiformis sei ein Verwandter des Triceratops und habe vor etwa 78 Millionen Jahren gelebt, erklärt das Forscherteam. Die Überreste des rund sieben Meter langen Dinosauriers wurden demnach 2019 im Norden des US-Bundesstaats Montana ausgegraben, wenige Kilometer südlich der kanadischen Grenze. Dort wurden schon viele Dinosaurierfossilien entdeckt. Zwei Paläontologen der Colorado State University und der University of Utah erkannten anhand der Schädelfragmente, dass sie es mit einer neuen Art zu tun hatten. 

Nach Angaben der Forscherinnen und Forscher ist Lokiceratops rangiformis der größte Dinosaurier aus der Gruppe der Centrosaurinae, der bisher in Nordamerika gefunden wurde. Auch habe er wohl größere Nackenschild-Hörner gehabt als seine Verwandten. Anders als andere Vertreter der Gruppe habe er aber kein Nasenhorn besessen. 

«Wir denken, dass die Hörner dieser Dinosaurier dem ähneln, was Vögel mit ihrem Gefieder tun», sagte Co-Autor Joseph Sertich. «Sie nutzten sie entweder zur Partnerwahl oder zum Erkennen von Artgenossen.» Der rekonstruierte Schädel des Sauriers wurde der Sammlung des Evolutionsmuseums im dänischen Maribo übergeben.


Bildnachweis: © Fabrizio Lavezzi/Evolutionsmusee/Colorado State University/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Sassenberg feiert Schützenfest mit neuem König und Olaf der Flipper
Allgemein

Heino Loddemann regiert Sassenberg – Olaf der Flipper krönt ein unvergessliches Schützenfest

weiterlesen...
Freckenhorster Bürgerschützen feiern „Lucky“ am Schützenfestmontag
Allgemein

Begeisterung beim Schützenfest in der Stiftsstadt kennt keine Grenzen

weiterlesen...

Neueste Artikel

Freier Fall in die Tiefe: Apnoetaucher will Rekord brechen
Aus aller Welt

Der Apnoetaucher Minja Marinković will im Starnberger See einen neuen deutschen Rekord aufstellen. Wie fühlt es sich an, in völliger Dunkelheit und bei neun bar Druck 85 Meter tief zu tauchen?

weiterlesen...
GPS und KI: Wie viel Hightech braucht meine Mieze?
Aus aller Welt

Kann KI erkennen, ob eine Katze Schmerzen hat? Smarte Technologie ist auch für Samtpfoten im Kommen. Doch ist das alles gut für die Vierbeiner? Das sagen Tierschützer und Veterinäre.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Freier Fall in die Tiefe: Apnoetaucher will Rekord brechen
Aus aller Welt

Der Apnoetaucher Minja Marinković will im Starnberger See einen neuen deutschen Rekord aufstellen. Wie fühlt es sich an, in völliger Dunkelheit und bei neun bar Druck 85 Meter tief zu tauchen?

weiterlesen...
GPS und KI: Wie viel Hightech braucht meine Mieze?
Aus aller Welt

Kann KI erkennen, ob eine Katze Schmerzen hat? Smarte Technologie ist auch für Samtpfoten im Kommen. Doch ist das alles gut für die Vierbeiner? Das sagen Tierschützer und Veterinäre.

weiterlesen...