Die deutsche Hauptstadt bekämpft im fünften Jahr in Folge Massen an exotischen Sumpfkrebsen. Die diesjährige Saison startete mit dem Fang der ersten Tiere. Im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung holt ein Fischer über den Sommer vorrangig Rote Amerikanische Sumpfkrebse aus den Seen im Britzer Garten und im Tiergarten. Offizieller Start der Fangsaison war am 1. Juni, in der vergangenen Woche wurden die ersten Reusen ausgelegt. Ziel ist es, die weitere Ausbreitung der in Deutschland nicht heimischen Art zu verhindern, sagte Wildtierexperte Derk Ehlert von der Umweltverwaltung der Deutschen Presse-Agentur. Die Tiere seien extrem gefräßig und vermehrten sich sehr schnell. Sie werden deshalb als Gefahr für heimische Arten und Ökosysteme gesehen. Mindestens zwei Mal pro Woche sollen die Reusen geleert werden. Die gefangenen Tiere werden unter anderem an Berliner Gastronomen verkauft. In den vergangenen Jahren waren jeweils Hunderte Kilo Rote Amerikanische Sumpfkrebse in die Reusen gegangen. Das entspricht mehreren Tausend Stück pro Jahr. Direkt nach dem Fang werden die Tiere zum Großhändler gebracht und dort getötet. Der Verkauf lebender Tiere ist aufgrund der Ausbreitungsgefahr verboten. Die etwa handtellergroßen Sumpfkrebse sind vermutlich Nachkommen ausgesetzter Tiere, etwa aus Aquarien. Ihr Vorkommen blieb in Berlin lange weitestgehend unbemerkt, bis im August 2017 im Tiergarten wandernde Sumpfkrebse gesichtet wurden. Die Tiere kommen eigentlich im Süden der Vereinigten Staaten und in Nordmexiko vor.Krebse landen auf dem Teller
Bildnachweis: © Carsten Koall/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Berlin bekämpft exotische Sumpfkrebse
2017 wurden in Berlin die ersten Sumpfkrebse gesichtet - seitdem versucht die Stadt, die Ausbreitung der eingewanderten Art zu stoppen. Doch es gibt auch Verwendung für die Tiere.
Meistgelesene Artikel
- 18. August 2026
Taira Löbke setzt dem Jubiläum der Damengarde die Krone auf
Erst die Feuerwehr, dann der Regen und am Ende eine Königin
- 11. August 2026
Einbahnstraße auf der B64: Das müssen Autofahrer jetzt wissen
Fernwärme-Arbeiten in Warendorf sorgen ab 13. August für weiträumige Umleitung
Barbecue und Live-Musik mit Rainer Migenda zum Ausklang des ersten Sommers im „Zum Kühlen Grunde“
Neueste Artikel
- 7. September 2026
Vulkanausbruch in Indonesien: Flughäfen weiter geschlossen
Sein «Vater» sorgte einst für die lauteste jemals aufgezeichnete Explosion. Nun bringt der «Sohn» Anak Krakatau mit einem weiteren Vulkanausbruch den Flugverkehr in Indonesien durcheinander.
- 7. September 2026
Hitzewellen und Brände verschärfen Luftverschmutzung
Toxischer Rauch, steigende Ozonwerte: Hitzewellen und Brände sind ein Problem für die Luftqualität – auch fern der Brandherde.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 7. September 2026
Vulkanausbruch in Indonesien: Flughäfen weiter geschlossen
Sein «Vater» sorgte einst für die lauteste jemals aufgezeichnete Explosion. Nun bringt der «Sohn» Anak Krakatau mit einem weiteren Vulkanausbruch den Flugverkehr in Indonesien durcheinander.
- 7. September 2026
Hitzewellen und Brände verschärfen Luftverschmutzung
Toxischer Rauch, steigende Ozonwerte: Hitzewellen und Brände sind ein Problem für die Luftqualität – auch fern der Brandherde.













