17. Januar 2022 / Aus aller Welt

Zwei Tote bei Feuer auf Autobahn-Raststätte

An der Tankstelle auf der A45 kommt es zu einem Feuer. Zwei Menschen sterben, zwei Autos werden zerstört. War es ein Unfall oder gibt es eine andere Ursache? Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

An der Raststätte Langen-Bergheim in Hessen hat es gebrannt, zwei Fahrzeuge waren in den Vorfall involviert.

Rußgeschwärzte Autowracks und Ermittler auf Spurensuche: Bei einem Feuer an einer Tankstelle und Autobahnraststätte auf der Autobahn 45 bei Hammersbach in Hessen sind zwei Menschen gestorben. Die Ursache für den Brand am Montag war zunächst unklar.

«Zum aktuellen Zeitpunkt können wir noch nicht viel zum Hergang des Ereignisses sagen», erläuterte die Sprecherin der zuständigen Hanauer Staatsanwaltschaft, Lisa Pohlmann, am Ort des Geschehens. Ob es ein Unfall war, möglicherweise Vorsatz eine Rolle spielte oder eine andere Ursache dazu führte - alles noch unklar.

Zeugen hatte nach Angaben der Ermittler gegen Mittag eine Explosion an der Raststätte Langen-Bergheim (Richtung Gießen) gemeldet. Wenig später habe es im Bereich der Zapfsäulen gebrannt. Neben der Tankstelle sei auch das angrenzende Restaurant in Mitleidenschaft gezogen worden, teilte die Polizei mit. Die Feuerwehr konnte demnach den Brand schnell unter Kontrolle bringen und löschen. Der Staatsanwältin zufolge wird noch ermittelt, ob es tatsächlich eine Explosion gegeben hat.

Am Ort des Geschehens müssen sich die Einsatzkräfte am Nachmittag durch Trümmerteile bewegen. Ein ausgebranntes Autowrack liegt auf der Seite an einer Zapfsäule. Einige Meter weiter steht ein zweiter Wagen mit geöffneten Türen, schwer beschädigt und voller Brandspuren. Ermittler in weißen Anzügen sichern Spuren, ein Leichenwagen fährt vor.

Identität der Opfer noch unklar

«Zum aktuellen Zeitpunkt wissen wir, dass zumindest ein Fahrzeug beteiligt war, ein weiteres gegebenenfalls in Brand geraten ist. Auch das müssen wir aber jetzt erst weiter ermitteln», sagte Staatsanwältin Pohlmann. Eine tote Person wurde den Ermittlern zufolge in einem der Autos gefunden, die zweite in unmittelbarer Nähe des Brandortes. Wie die Menschen, deren Identität noch unklar war, genau zu Tode kamen, soll eine Obduktion klären.

Vor Ort ermittelten am Montag unter anderem die Kriminalpolizei und ein Unfallgutachter. Ein Team der Autobahnpolizei Langenselbold fertigte den Angaben nach mit einer Drohne Luftaufnahmen des Geländes an. Die Raststätte wurde zunächst für den Verkehr gesperrt.

Mit großem Bedauern habe man zur Kenntnis genommen, dass es an der Autobahnraststätte zu dem Vorfall kam, bei dem leider zwei Personen ihr Leben verloren haben, teilte die Betreiberin Autobahn Tank und Rast Gruppe mit. «Wir tun derzeit alles, um die Arbeit der Einsatzkräfte und Sachverständigen in dieser schwierigen Situation bestmöglich zu unterstützen. Die Aufklärung des genauen Ablaufs liegt jetzt bei Polizei und Staatsanwaltschaft.»

Im vergangenen August hatte es schon einmal ein Feuer an einer Autobahn-Tankstelle gegeben, betroffen war die Raststätte Gräfenhausen Ost auf der A5: Ein Auto raste damals in die Tankstelle und löste einen Großbrand aus. Der Fahrer kam ums Leben. Die Ermittlungen ergaben, dass er den Wagen mutmaßlich in Suizidabsicht mit Tempo 150 in die Tankstelle gelenkt hatte.


Bildnachweis: © --/5vision Media /dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Karneval? Kolpinghaus! Die Geschichte geht weiter
Allgemein

Warendorfer Karneval ist für diese Session gesichert

weiterlesen...
WaKaGe feiert rauschenden Auftakt im Hause Allendorf
Allgemein

Prinz Frank I. wird als Hofsänger mit der goldenen Schallplatte ausgezeichnet

weiterlesen...
Bekommen Warendorf und Sassenberg eine Veranstaltungshalle?
Allgemein

WiWa und Investor Karl Elmer wollen Stein ins Rollen bringen

weiterlesen...

Neueste Artikel

WHO: Hälfte der Europäer bräuchte Reha
Aus aller Welt

Die Bevölkerung in Europa altert, chronische Erkrankungen nehmen zu. Reha-Leistungen könnten helfen. Doch die Mehrheit bekommt die entsprechenden Behandlungen nicht.

weiterlesen...
Mindestens 34 Businsassen bei Erdrutsch in Kolumbien getötet
Aus aller Welt

Ein Erdrutsch begräbt mehrere Fahrzeuge und einen Bus rund zwei Meter tief unter dem Schlamm. Es gibt viele Tote und Verletzte.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

WHO: Hälfte der Europäer bräuchte Reha
Aus aller Welt

Die Bevölkerung in Europa altert, chronische Erkrankungen nehmen zu. Reha-Leistungen könnten helfen. Doch die Mehrheit bekommt die entsprechenden Behandlungen nicht.

weiterlesen...
Mindestens 34 Businsassen bei Erdrutsch in Kolumbien getötet
Aus aller Welt

Ein Erdrutsch begräbt mehrere Fahrzeuge und einen Bus rund zwei Meter tief unter dem Schlamm. Es gibt viele Tote und Verletzte.

weiterlesen...