2. April 2024 / Aus aller Welt

Cannabis: Experte hält Gefahr durch Passivrauchen für gering

Wenn in einer Kneipe ein Joint geraucht wird, dürfte das laut eines Experten wohl keinen Effekt auf passive Konsumenten haben. In einer bestimmten Konstellation könnte es jedoch einen Rausch geben.

Im Freien besteht die Rausch-Gefahr durch Passivrauch «quasi überhaupt nicht»
Veröffentlicht am 2. April 2024 um 08:16 Uhr

High durch das passive Einatmen von Cannabis-Rauch? Diese Gefahr ist laut Drogenforscher Bernd Werse von der Frankfurter Goethe-Universität eher gering.

Entscheidend sei, wie viel im Umfeld tatsächlich gekifft werde. Ein einzelner in einer Kneipe gerauchte Joint habe auf passive Konsumenten wohl keinen Effekt. «Hält man sich allerdings in einem kleinen Raum auf, in dem viele Joints gleichzeitig kursieren, wird man wahrscheinlich auch durch den Passivrauch einen gewissen Rausch abbekommen», sagt der Drogenexperte im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

Insgesamt hält Werse diese Gefahr aber für wenig gravierend, im Freien bestehe sie «quasi überhaupt nicht». Unabhängig davon hatte ein Experiment der Universitäten Mainz und Jena schon 2010 gezeigt, dass der mehrstündige Aufenthalt in einem niederländischen Coffeeshop die THC-Werte im Blut von acht nicht kiffenden Probanden nicht ernsthaft erhöhte.


Bildnachweis: © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
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