10. Februar 2024 / Aus aller Welt

China hofft zum Neujahrsfest auf Reiserekord

Vom Hasen zum Drachen: China begrüßt nach dem Mondkalender ein neues Jahr. Hunderte Millionen Chinesen reisen dafür zu ihren Familien. Die kriselnde Wirtschaft hofft auf eine Ankurbelung des Konsums.

Ein Feuerwerk explodiert am Nachthimmel von Kashgar im nordwestchinesischen Autonomen Gebiet Xinjiang Uygur.

Mit einem starken Reiseansturm ist China am Samstag in das Jahr des Drachen gestartet. Allein bis Freitag haben laut Angaben des Staatsfernsehens über 170 Millionen Chinesen Zugreisen gebucht. Traditionell besuchen die Menschen während des Neujahrsfests ihre Familien und reisen dafür vielfach von den großen Städten an der Ostküste ins Landesinnere. Für den Tourismus sind die Feiertage daher wichtige Einnahmequellen. Gerade die kriselnde chinesische Wirtschaft kann den Konsum gut gebrauchen. 

Das Frühlingsfest richtet sich stets nach dem traditionellen Mondkalender. Demnach wurde das vorherige Jahr des Hasen durch das Jahr des Drachen abgelöst. Der Drachen gilt als überaus beliebtes Tierkreiszeichen in China. Der Aberglaube besagt, dass er für Kraft und Glück steht, weshalb Drachen-Jahre in China beliebt sind, um Kinder zu bekommen.    

Rot ist die Farbe des Glücks

Das Frühlingsfest, auch Chinesisch-Neujahr genannt, ist der wichtigste Feiertag in China. Es wird zudem in anderen asiatischen Ländern wie Vietnam, Singapur, Südkorea, Malaysia, Taiwan und Indonesien begangen. Auch in anderen Teilen der Welt wurde das Fest mit Paraden und Tanzaufführungen gefeiert. In New York wurde die Spitze des Empire State Buildings zu Chinesisch-Neujahr rot angeleuchtet. Auch das Opernhaus in Sydney erstrahlte in Rot.

Denn Rot ist die bestimmende Farbe zum Frühlingsfest - die Farbe des Glücks. Die Menschen in China dekorieren damit meist ihre Eingangstüren und hoffen, dass so Wohlstand und Glück quasi zu ihnen nach Hause kommen. Beliebte Geschenke sind rote Umschläge, in denen sich Geld befindet. 


Bildnachweis: © Cai Zengle/XinHua/dpa
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