28. September 2023 / Aus aller Welt

Gewaltwelle in Schweden: Drei Tote in zwölf Stunden

Schweden erlebt in diesem Monat eine neue Eskalation der Gang-Gewalt. Dieser fallen immer wieder auch Jüngere und Unbeteiligte zum Opfer. Bei drei erneuten Taten werden wieder Menschen getötet.

Die Polizei ermittelt am Tatort, nachdem in den frühen Morgenstunden südlich von Stockholm ein Mann erschossen und eine weitere Person verletzt worden sind.

Das von einer Gewaltwelle gebeutelte Schweden kommt weiterhin nicht zur Ruhe. Bei erneuten Schüssen und Explosionen nahe Stockholm und der Universitätsstadt Uppsala wurden innerhalb von weniger als zwölf Stunden insgesamt drei Menschen getötet.

Bei zwei Taten südlich von Stockholm wurden am Mittwochabend und in der Nacht zum Donnerstag zwei Männer erschossen, am frühen Donnerstagmorgen wurde dann eine junge Frau bei einer Explosion nördlich von Uppsala getötet. Nach Informationen des schwedischen Rundfunksenders SVT gibt es bei zwei der tödlichen Vorfälle Verbindungen zum kriminellen Foxtrot-Netzwerk, das im Zentrum der jüngsten Gewaltwelle steht.

Bandenkriminalität eskaliert

Schweden ringt seit Jahren mit der grassierenden Bandenkriminalität, immer wieder gibt es Schüsse und vorsätzlich herbeigeführte Explosionen. Dabei sterben regelmäßig Menschen, häufig junge Männer oder Minderjährige. Im Zuge des vermuteten bandeninternen Konflikts beim Foxtrot-Netzwerk eskalierte die Gewalt jüngst erneut - bereits elf Menschen wurden in diesem Monat erschossen, darunter auch Unbeteiligte. Damit sei der September in Sachen Schusswaffengewalt der tödlichste Monat seit Ende 2019, berichtete SVT.

Weitaus seltener ist es, dass Menschen bei den Detonationen getötet werden - umso dramatischer ist daher die jüngste Explosion bei Uppsala. Die getötete Frau war etwa 25 Jahre alt. Darüber hinaus entstanden größere Schäden an mehreren Häusern. Zwei Männer wurden später unter Mordverdacht festgenommen.

Bereits in den vergangenen Tagen hatte er verschiedene Explosionen rund um Stockholm gegeben, bei denen Menschen verletzt wurden und es größere Schäden an Wohnhäusern gab. Eine davon geschah am Montagabend in einem Haus, in dem die 26-jährige Leichtathletin Irene Ekelund wohnt. Sie habe ihren Hund genommen, sei aus dem Fenster gesprungen und gelaufen, schrieb die Sprinterin auf Instagram.


Bildnachweis: © Nils Petter Nilsson/TT News Agency/AP/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Oh Schreck, oh Schreck, der Moritz ist weg!
Allgemein

Schluss, aus und vorbei - Der Moritz muss zurück!

weiterlesen...
Große Stelldichein beim Füchtorfer Prinzenempfang
Allgemein

Gute Stimmung und volles Haus im Narrensaal

weiterlesen...
Warendorfer Karnevalisten feiern närrische Baustellenparty
Allgemein

Tolle Kostüme und gute Laune beim Prinzenball im Haus Allendorf

weiterlesen...

Neueste Artikel

«Traumschiff»-Schiffsarzt Horst Naumann gestorben
Aus aller Welt

Zuschauer kannten Horst Naumann vor allem als freundlichen Arzt aus dem ZDF. Doch in über 50 Jahren Laufbahn hat der Schauspieler ein gewaltiges Opus hinterlassen. Für Hörspielfreunde war er ein Star.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

«Traumschiff»-Schiffsarzt Horst Naumann gestorben
Aus aller Welt

Zuschauer kannten Horst Naumann vor allem als freundlichen Arzt aus dem ZDF. Doch in über 50 Jahren Laufbahn hat der Schauspieler ein gewaltiges Opus hinterlassen. Für Hörspielfreunde war er ein Star.

weiterlesen...
Pariser Eiffelturm öffnet wieder
Aus aller Welt

Nach einem sechstägigen Streik öffnet die bekannte Sehenswürdigkeit aus Paris wieder für Besucher. Für die Beendigung des Streiks wurde eine Lösung gefunden.

weiterlesen...