Die relativ neu entdeckten Omikron-Untervarianten BA.4 und BA.5 dürften nach Einschätzung des Virologen Christian Drosten in Deutschland vorerst nicht zu einem großem Problem werden. Das sagte der Direktor des Virologie-Instituts der Charité in Berlin in einem Interview mit dem Deutschlandfunk. Er begründete dies mit den bisherigen Wellen durch die Omikron-Subtypen BA.1 und BA.2 hierzulande. Außerdem komme nun mit dem Sommer der Temperatureffekt hinzu, der das Infektionsgeschehen dämpfe. «Ich erwarte schon, dass BA.4/5 auch zahlenmäßig zunehmen werden, aber innerhalb von einer Gesamtzahl, die sehr niedrig ist.» In Deutschland ist nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) mittlerweile BA.2 klar vorherrschend. Weitere Varianten werden sehr selten gefunden, allerdings werden auch nicht alle positiven Proben dahingehend untersucht. Die Zahl der PCR-Tests auf Sars-CoV-2 und ihre Positivrate sind nach Angaben eines Laborverbands in den vergangenen Wochen deutlich zurückgegangen. In der vergangenen Woche seien insgesamt rund 1,01 Millionen solcher Untersuchungen durchgeführt worden, teilte der Verband Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) mit. Mit Blick auf den gesamten April zeige sich, dass die Gesamtzahl der angeforderten Tests gegenüber dem Vormonat deutlich gesunken sei, hieß es. Das kann mehrere Gründe haben. Derzeit sei etwa nach einem positiven Schnelltest ein PCR-Test nicht mehr zwingend notwendig, sagte ein ALM-Sprecher. Vor vier Wochen hatte der Verband rund 1,86 Millionen Tests innerhalb der letzten Woche vermeldet, zuvor war die Marke von zwei Millionen wöchentlichen Tests klar überschritten worden. Es sei zudem davon auszugehen, dass das Infektionsgeschehen zurückgehe, sagte der Sprecher mit Blick auf die Positivrate: Beim Anteil positiver PCR-Testergebnisse zeigte sich laut ALM ein klarer Rückgang. So fielen etwa in der letzten Woche knapp 436 000 PCR-Tests positiv aus. Die Positivrate bleibe zwar hoch, sei aber auf 43 Prozent gesunken (Vorwoche 52,3 Prozent), hieß es. Die Positivrate hänge jedoch nicht allein vom Infektionsgeschehen sondern auch vom Testverhalten ab, räumte der Sprecher ein. Eine deutliche Entspannung sieht der Verband bei der Auslastung der rund 180 Labore, die an der Erhebung teilnehmen: Diese liege aktuell bei lediglich 36 Prozent, wobei die Kapazitäten mit rund 2,8 Millionen PCR-Tests unverändert hoch blieben. Labore: Test- und Infektionsgeschehen weiter rückläufig
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Drosten: Omikron-Variante BA.4 und BA.5 kein großes Problem
Wie gefährlich sind die neu entdeckten Omikron-Untervarianten BA.4 und BA.5? Virologe Drosten sieht vorerst keine Bedrohung. Derweil teilen die Labore mit, dass das Test- und Infektionsgeschehen weiter rückläufig ist.
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