Nach dem Seilbahnunglück in der südtürkischen Küstenstadt Antalya mit einem Toten und mehreren Verletzten sind alle zuletzt noch in den Kabinen festsitzenden Personen gerettet worden. Der letzte Verbliebene der zunächst 184 in der Luft gestrandeten Menschen sei am Samstag gerettet worden, teilte der Chef der Katastrophenschutzbehörde Afad, Okay Memis, mit. Damit endete eine fast 24 Stunden andauernde Rettungsaktion. Die Untersuchungen zur Unfallursache liefen weiter. Das Unglück hatte sich am Freitagabend ereignet: Einer der Masten der Seilbahn stürzte nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu am - eine Kabine sei dagegen gestoßen und in ein felsiges Gelände gestürzt. Ein Mensch kam dabei ums Leben, mehrere wurden verletzt und mehr als 100 waren zunächst in den Kabinen eingeschlossen und harrten stundenlang in der Höhe aus. Mehr als 600 Einsatzkräfte seien an der Rettungsaktion beteiligt gewesen. Unter anderem seilten die Retter einen Korb von einem Hubschrauber zu den Kabinen ab, in den die Menschen steigen mussten, wie auf Fotos zu sehen war. Der Fernsehsender Tele 1 zeigte, wie ein Kind aus einer der Kabinen in Sicherheit gebracht wurde. Eine Frau brach in Tränen aus und küsste den Boden, nachdem sie gerettet worden, wie Videos zeigten. Die Seilbahn war Anadolu zufolge wegen des Zuckerfests am Ende des Fastenmonats Ramadan besonders stark besucht. Die Ermittlungen zur Unfallursache laufen derweil weiter. Wie der türkische Justizminister Yilmaz Tunc auf X mitteilte, wurden Haftbefehle gegen 13 Personen erlassen, die im Verdacht stehen, für das Unglück mitverantwortlich zu sein. Unter den Verdächtigen seien auch Mitarbeiter des Seilbahn-Betreibers. Zudem werde der Unglücksort von Experten untersucht. Nach einem vorläufigen Bericht wurden unter anderem die Befestigungselemente nicht ausreichend gewartet, wie die Nachrichtenagentur DHA berichtete. Laut Angaben des Betreibers ist die Seilbahn seit 2017 in Betrieb und besteht aus 36 Kabinen. Sie befördert ihre Gäste auf den Gipfel des Tünektepe in eine Höhe von 605 Metern. Die etwa 1,7 Kilometer lange Fahrt dauert rund neun Minuten. In einer Kabine finden demnach sechs Menschen Platz. 1200 Personen können pro Stunde befördert werden. Vom Gipfel bietet sich eine Aussicht auf Antalya und das Mittelmeer. Antalya ist ein beliebtes Touristenziel.13 Festnahmen im Zusammenhang mit Unglück
Bildnachweis: © Uncredited/DIA Images/AP/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Seilbahnunglück in der Türkei: mehr als 100 Leben gerettet
Das Zuckerfest nutzen viele in Antalya für eine Seilbahnfahrt. Dann stößt eine Kabine gegen einen Mast und stürzt ab. Ein Mensch stirbt, Dutzende werden in einer spektakulären Aktion gerettet.
Meistgelesene Artikel
- 5. August 2026
Drei Tage Ballonzauber und Familienprogramm auf dem Lohwall
Warendorfer Montgolfiade 2026
Heino Loddemann regiert Sassenberg – Olaf der Flipper krönt ein unvergessliches Schützenfest
Begeisterung beim Schützenfest in der Stiftsstadt kennt keine Grenzen
Neueste Artikel
- 13. August 2026
Plötzlich wird es still am Trümmerberg in Cali
In Kolumbiens Stadt Cali halten Menschen an einem eingestürzten Gebäude den Atem an. An den Trümmern helfen Freiwillige, beten Angehörige – und plötzlich gibt es Grund zur Hoffnung.
- 13. August 2026
Nach Sonnenfinsternis: Patienten beklagen Augenschmerzen
Schwindel, Brennen und Flecken: Nach der Sonnenfinsternis suchen einige Menschen mit Beschwerden die Augenkliniken auf. Was die Ärzte dazu sagen und was passiert, wenn Warnungen ignoriert werden.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 13. August 2026
Plötzlich wird es still am Trümmerberg in Cali
In Kolumbiens Stadt Cali halten Menschen an einem eingestürzten Gebäude den Atem an. An den Trümmern helfen Freiwillige, beten Angehörige – und plötzlich gibt es Grund zur Hoffnung.
- 13. August 2026
Nach Sonnenfinsternis: Patienten beklagen Augenschmerzen
Schwindel, Brennen und Flecken: Nach der Sonnenfinsternis suchen einige Menschen mit Beschwerden die Augenkliniken auf. Was die Ärzte dazu sagen und was passiert, wenn Warnungen ignoriert werden.













