29. April 2022 / Aus aller Welt

Einbruch ins Grüne Gewölbe: Technik erfasste Nummernschilder

Seit Ende Februar müssen sich sechs junge Männer wegen schweren Bandendiebstahls, Brandstiftung und besonders schwerer Brandstiftung vor Gericht verantworten. Der Prozess geht weiter.

Justizbeamte, Anwälte und die Angeklagten warten im Gerichtssaal auf die Fortsetzung des Prozesses, in dem es um einen Juwelenraub geht.

Im Zusammenhang mit dem Einbruch in das Grüne Gewölbe in Dresden haben Anlagen zur Erfassung von Autokennzeichen im November 2019 immer wieder Nummernschilder registriert, die etwas mit dem Fall zu tun haben könnten.

Die Kennzeichen seien am Tattag und eine Woche zuvor meist in Dresden und auf der Autobahn 13 nach Berlin erfasst worden, ergab der Prozess um den Einbruch am Dresdner Landgericht am Freitag. An welchen Fahrzeugen sie sich befanden und ob möglicherweise die Angeklagten darin saßen, blieb offen.

Zudem berichteten zwei Zeugen aus Dresden vom Diebstahl der Nummernschilder ihrer Autos. In einem Fall traf es einen Mann wenige Stunden vor dem Einbruch, im zweiten Fall eine junge Frau eine Woche zuvor. Die Einbrecher rasten vom Tatort zunächst zu einer wenige Kilometer entfernten Tiefgarage. Dort steckten sie ihren Audi A6 in Brand, wohl um Spuren zu vernichten. Zwei Ermittler der Polizei berichteten, dass in dem ausgebrannten Wrack neben einem Revolver und Munition auch ein Brecheisen sichergestellt wurde - und Gitterstäbe des Fensters, durch das die Täter in die Schatzkammer eindrangen.

Seit Ende Februar müssen sich sechs Männer zwischen 23 und 28 Jahren wegen schweren Bandendiebstahls, Brandstiftung und besonders schwerer Brandstiftung verantworten. Die Deutschen aus einer bekannten arabischstämmigen Berliner Großfamilie sollen am 25. November 2019 aus dem Museum 21 Schmuckstücke mit insgesamt 4300 Diamanten und Brillanten im Gesamtwert von über 113 Millionen Euro gestohlen und zudem über einer Million Euro Sachschäden hinterlassen haben.

Der Prozess wird am kommenden Dienstag fortgesetzt.


Bildnachweis: © Matthias Rietschel/Reuters Pool/dpa
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