24. April 2023 / Aus aller Welt

Ermittlungen nach tödlichem Unfall auf Bahnübergang

Ein Regionalzug rammt ein Auto auf einem Bahnübergang nahe Hannover, drei junge Menschen sterben. Trotz geschlossener Schranken fuhren sie auf die Gleise. Was ist passiert?

Beim Zusammenstoß eines Zuges mit einem Auto an einem Bahnübergang nahe Hannover kamen drei Menschen ums Leben.

Nach dem tödlichen Unfall an einem Bahnübergang nahe Hannover will die Polizei alles daran setzen, die Ursache zu klären. Die Ermittlungen seien «in vollem Gange», noch gebe es aber keine Ergebnisse, sagte eine Polizeisprecherin heute. Bei dem Unfall waren am frühen Sonntagmorgen in Neustadt am Rübenberge drei junge Menschen gestorben: der 22 Jahre alte Fahrer des Unfallwagens und zwei junge Frauen im Alter von 20 und 22 Jahren.

Nach Polizeiangaben waren sie trotz geschlossener Halbschranken auf den Bahnübergang gefahren, wo ein Regionalzug den Wagen «mit voller Geschwindigkeit» erfasste. Durch die Wucht des Aufpralls verkeilte sich das Auto mit dem Regionalzug und wurde mehrere Hundert Meter weit mitgeschleift. Einer der Fahrgäste wurde beim Abbremsen des Zuges leicht verletzt. Der Lokführer blieb unverletzt, wurde aber von einem Notfallseelsorger betreut.

Vorfall soll geklärt werden

Den Ermittlern sei «daran gelegen, möglichst schnell zu klären, wie es dazu kommen konnte», betonte die Sprecherin. Geplant sei, dass eine Unfallkommission unter anderem unter Beteiligung der Deutschen Bahn tagen werde, kündigte sie an.

An der Kommission sollten Vertreter der Landesbehörde für Verkehr, der Deutschen Bahn, der örtlichen Straßenverkehrsbehörde und Straßenmeisterei sowie der Sachbearbeiter Verkehr der Polizeiinspektion Garbsen beteiligt sein. Die Kommission werde die Unfalldaten auswerten, auch solle es einen Ortstermin an dem Bahnübergang geben.

Ein Unfallschwerpunkt sei der Bahnübergang in Neustadt nicht, sagte die Polizeisprecherin. Im Zeitraum von 2018 bis 2020 habe es dort vier Unfälle gegeben, allesamt mit leichteren Folgen. Auch die Halbschranke habe nicht zu Verwirrung geführt.

Die Bahnstrecke war nach dem tragischen Unfall für mehrere Stunden gesperrt. ICE-Züge des Fernverkehrs zwischen Oldenburg und Hannover fielen zwischenzeitlich aus, die IC-Züge zwischen Hannover und Emden wurden umgeleitet und verspäteten sich laut Bahn um etwa eine halbe Stunde.


Bildnachweis: © ---/TNN/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Oh Schreck, oh Schreck, der Moritz ist weg!
Allgemein

Schluss, aus und vorbei - Der Moritz muss zurück!

weiterlesen...
Warendorfer Karnevalisten feiern närrische Baustellenparty
Allgemein

Tolle Kostüme und gute Laune beim Prinzenball im Haus Allendorf

weiterlesen...
Freckenhorster Musiker- und Tanzgruppe begeistern in Köln
Allgemein

Spontanen Auftritte auf der Domplatte, dem Alter Markt und in Altstadt Kneipen

weiterlesen...

Neueste Artikel

Studie zu sexualisierter Gewalt bei den Pfadfindern
Aus aller Welt

Tausende Kinder und Jugendliche in Deutschland sind bei den Pfadfindern. Auch dort gab es sexuelle Übergriffe. Diese sind nun erstmals in einer bundesweiten Studie aufgearbeitet worden.

weiterlesen...
Ermittlung wegen versuchten Mordes nach Angriff auf Schüler
Aus aller Welt

Zwei Kinder werden in Duisburg mit einem Messer angegriffen - und retten sich schwer verletzt in eine Grundschule. Der mutmaßliche Täter lässt sich widerstandslos festnehmen. Warum hat er zugestochen?

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Studie zu sexualisierter Gewalt bei den Pfadfindern
Aus aller Welt

Tausende Kinder und Jugendliche in Deutschland sind bei den Pfadfindern. Auch dort gab es sexuelle Übergriffe. Diese sind nun erstmals in einer bundesweiten Studie aufgearbeitet worden.

weiterlesen...
Ermittlung wegen versuchten Mordes nach Angriff auf Schüler
Aus aller Welt

Zwei Kinder werden in Duisburg mit einem Messer angegriffen - und retten sich schwer verletzt in eine Grundschule. Der mutmaßliche Täter lässt sich widerstandslos festnehmen. Warum hat er zugestochen?

weiterlesen...